Stellenabbau bei Chrysler

Stellenabbau bei Chrysler

— 02.11.2007

12.000 Jobs weniger

Nach der Trennung von Daimler räumt Finanzinvestor Cerberus bei Chrysler weiter auf. Die Strategie ist klar: Weniger Modelle werden hergestellt, dazu braucht man deutlich weniger Arbeiter. 12.000 weitere Stellen fallen weg.

Neue Tarife werden ausgehandelt, Modelle, Werke und Arbeitsplätze zusammengestrichen. Eigner Cerberus setzt bei Chrysler weiter den Rotstift an. Das Unternehmen droht mit dem Abbau von bis zu 12.000 weiteren Stellen. Die Streichung von rund 15 Prozent der Mitarbeiterzahl soll dabei helfen, die Kosten zu senken und die Produktion der sinkenden Nachfrage anzupassen, wie das Unternehmen mitteilte. Vier Modelle sollen nicht mehr gebaut werden. In fünf Werken in Nordamerika werden Schichten zusammengestrichen. Bereits im Februar hatte Chrysler, damals noch eine Sparte von DaimlerChrysler, bekannt gegeben, dass 13.000 Stellen abgebaut werden sollen.

Aus für Dodge Magnum, Chrysler Pacifica, Crossfire und PT Cabrio

Die Marktsituation habe sich in den vergangenen Monaten dramatisch geändert, erklärte Chrysler-Chef Bob Nardelli. Chrysler hatte im ersten Quartal 2007 fast zwei Milliarden Dollar Verlust vor Zinsen und Steuern eingefahren. Erst vor wenigen Tagen hat die Autogewerkschaft UAW einem neuen Tarifvertrag zugestimmt, mit dem frisch eingestellte Arbeiter niedrigere Löhne und geringere Vergünstigungen erhalten dürfen. Auch ist schon bekannt, welche Modelle gestrichen werden. Dodge Magnum, Chrysler Pacifica, Chrysler Crossfire und die Roadster-Version des Chrysler PT sollen im Laufe des Jahres 2008 wegfallen, schrebit das "Wall Street Journal".

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