Stellenabbau bei Volkswagen

Stellenabbau bei Volkswagen

— 28.06.2006

Freiwillige vor!

Der Stellenabbau bei VW luft besser als erwartet. Rund 1000 Beschftigte haben bislang Abfindungsvertrge unterzeichnet.

Vokswagen kommt mit seinem Stellenabbau zgig vorn. Seit Ankndigung der Konditionen vor drei Wochen htten bereits 1000 Beschftigte Abfindungsvertrge unterzeichnet, erklrte ein VW-Sprecher. Und er fgte hinzu: "Das liegt ber den Erwartungen, die wir fr die Anlaufphase hatten." Die Betroffenen seien meist zwischen 31 und 40 Jahre alt und mehr als elf Jahre bei VW. Sie erhielten Betrge in einer Grenordnung von etwa 150.000 Euro. Es gebe zudem noch eine lange Warteliste von Interessenten, die ein Abfindungsgesprch fhren wollten.

Zur erwarteten Gesamtzahl des Personalabbaus bei Volkswagen wollte sich das Unternehmen weiterhin nicht uern. Arbeitsdirektor Horst Neumann hatte krzlich eine Zahl von etwa 20.000 Stellen genannt, die bei einem Ausgleich von Produktivittsnachteilen in den VW-Werken nicht mehr bentigt wrden. Branchenbeobachter gehen sogar von einer noch hheren Zahl aus.

Um den Personalabbau zu beschleunigen, hatte VW rund 85.000 Beschftigte in den sechs westdeutschen Werken ein Angebot mit verbesserten Bedingungen fr freiwillige Aufhebungsvertrge gemacht. Je nach Einkommen und Betriebszugehrigkeit werden Abfindungen von 40.680 bis fast 250.000 Euro angeboten. Fr Schnellentschlossene, die das Unternehmen bis Ende September verlassen, gibt es 54.000 Euro Zuschlag. Branchenkenner haben berechnet, da VW das Programm mehr als eine Milliarde Euro kosten werde.

Daneben haben rund 6000 VW-Beschftigte seit Ende 2003 Altersteilzeitvertrge unterschrieben und scheiden damit vorzeitig aus. Um die Kosten zu senken, fordert die Konzernspitze zudem die Verlngerung der Arbeitszeiten auf 35 Stunden ohne Lohnausgleich. Bisher gilt in westdeutschen VW-Werken berwiegend die Vier-Tage-Woche mit 28,8 Stunden. Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder will die Gesprche bis Ende Juli zum Abschlu bringen.

Unterdessen gehen die Tarifverhandlungen fr die 3800 Beschftigten der VW-Tochter "Auto 5000" am Mittwoch (28.Juni 2006) in die fnfte Runde. Die Arbeiter verlangen fnf Prozent mehr Lohn und einen zustzlichen Rentenbaustein. Eine von VW angebotene Erhhung von drei Prozent fr 21 Monate bei mehr erfolgsabhngigen Lohnanteilen lehnte die IG Metall ab. Zustzlichen Druck auf die Verhandlungen knnten durch uerungen von Arbeitsdirektor Neumann entstehen, der krzlich gesagt hatte, der "Auto-5000"-Tarif knne in Teilen auch Modell fr ganz VW sein. Die IG Metall rief erneut zu Warnstreiks auf.

Das Modell, mit dem in Wolfsburg der Van Touran und knftig der kleine Gelndewagen gebaut wird, war 2001 vereinbart worden. Es sieht eine einheitliche Entlohnung der Beschftigten auf dem Niveau des Flchentarifvertrages der Metallindustrie in Niedersachsen und eine hochflexible 35-Stunden-Woche vor. Die "Auto-5000"-Beschftigten verdienen etwas 20 Prozent weniger als die VW-Beschftigten, die nach dem alten Haustarif arbeiten.

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