Steuer 2005

Steuer 2005

— 03.11.2004

Wer fährt weiter günstig?

Gewichtsbesteuerung adé. Ab 2005 müssen viele Fahrer schwerer Geländewagen und Kleinbusse neu rechnen.

Bis zu neunmal höhere Steuern verlangen die Länderfinanzminister ab 1. April 2005 von Besitzern schwerer Geländewagen und Kleinbusse. Grund: Die Gewichtsbesteuerung für Pkw (§ 23 Abs. 6a StVZO) wird gestrichen. Doch was bei Pkw klar ist, wirft bei Wohnmobilen, Kleinlastern und Kastenwagen Fragen auf: Müssen Fahrer kleiner Lieferwagen künftig mehr zahlen? Was kosten Wohnmobile oder Kleinbusse, die als Wohnmobile zugelassen sind? Gibt es für alte Steuerbescheide Bestandschutz?

Grundsätzlich gilt: Kombinationskraftwagen, aufgelastete Geländewagen und Pkw also, werden künftig nach Hubraum besteuert. Bestandschutz für bereits zugelassene Fahrzeuge gibt es nicht. Für Lkw dagegen gilt die Gewichtsbesteuerung weiter, also auch für Pkw, Kleinbusse oder Geländewagen, die zum Lkw umgebaut (verschweißte Fenster, ausgebaute Rückbank) und als solche zugelassen sind.

Aber den Steuervorteil gibt es nur, wenn der Finanzbeamte den im Fahrzeugschein eingetragenen Lkw-Umbau abnickt. Dafür hat der Staatsdiener einen weiten Ermessensspielraum. Und: Er darf die tatsächliche Nutzung später nachprüfen. Aber Vorsicht: Der ehemalige Pkw wird auch in der Versicherung als Lkw eingestuft. Dort liegt die Startprämie bei 100 Prozent, der maximale Schadensfreiheitsrabatt bei 40 Prozent.

Wer seinen Pkw mit 35 Prozent fährt, kann diesen Rabatt in der Regel nicht für den Lkw retten. Deshalb gilt: Vorher genau nachrechnen. Für Wohnmobil-Besitzer dagegen bleibt alles beim Alten: Bis 2,8 Tonnen Gewicht wird das sogenannte Sonderfahrzeug Wohnmobil nachHubraum besteuert. Ist es schwerer, geht es nach Gewicht.

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