Steuern sparen mit dem Auto

Steuern sparen mit dem Auto Steuern sparen mit dem Auto

Steuern sparen mit dem Auto

— 02.01.2003

Hier gibt es was zu holen

Kaum zu glauben: Herr Eichel hat für Autofahrer Euro in der Tasche. So schütteln Sie Ihr Geld heraus.

Kalkulation der Werbungskosten

Steuern kassiert der Herr Eichel ganz automatisch. Doch will der Autofahrer den Teil zurück, der ihm zusteht, muss er den Finanzminister kräftig schütteln. Also tief in den Papierkrieg ziehen und einiges an Formularen ausfüllen. Doch das lohnt sich, denn neben Barem bringt er das gute Gefühl, dem Staat keinen Euro zu viel zu geben.

So funktioniert es Punkt für Punkt: • Arbeitnehmer, die mit ihrem Privatwagen zur Arbeit fahren, können Kilometerkosten als Werbungskosten geltend machen und so Steuern sparen. • Dabei gilt eine Entfernungspauschale (einfache Strecke Wohnort/Arbeitsstätte) von 0,36 Euro für die ersten zehn Kilometer und 0,40 Euro für jeden weiteren Kilometer. • Die Pauschale gilt unabhängig vom Verkehrsmittel. Pendler, die Auto mit Bus oder Bahn kombinieren, rechnen dennoch die Straßenkilometer ab. • Die Strecke muss nicht die kürzeste sein. Eine längere Verbindung kann gewählt werden, wenn diese schneller ist. • Bei einer Fünftagewoche gelten bis zu 230 Arbeitstage. • Bei Fahrgemeinschaften kann jedes Mitglied für jede Fahrt den vollen Satz für sich beanspruchen, auch Ehepaare. • Kosten für eine Fähre können zusätzlich zur Entfernungspauschale abgesetzt werden.

Rechenbeispiel 10 km x 0,36 Euro x 230 Tage = 828 Euro. Dieser Grundbetrag gilt für alle, die mindestens zehn Kilometer zurücklegen. Dazu kommt die weitere Strecke des Arbeitsweges über zehn Kilometer hinaus, beispielsweise 40 Kilometer. Dafür gilt: 40 km x 0,40 Euro x 230 Tage = 3680 Euro. Ergibt addiert im Beispiel 4508 Euro.

Freibetrag statt Steuererklärung

Die Entfernungspauschale ist zwar auf 5112 Euro begrenzt. Macht ein Autopendler allerdings "glaubhaft", dass seine Kosten höher liegen, können diese angesetzt werden (Bundesfinanzministerium IV C 5 - S 2351 - 300/01). Ein Fahrtenbuch ist dabei hilfreich. Liegen die Kosten für Busse und Bahnen höher, müssen diese nachgewiesen werden. Auch bei der Kombination von Auto, Bus und Bahn darf die Grenze überschritten werden.

Noch ein Punkt: Die Werbungskosten für 2003 können erst 2004 in der Steuererklärung angesetzt werden. Doch warum so lange warten und dem Finanzminster zinslos Geld leihen? Besser: die Kosten als monatlichen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Dann bleibt gleich jeden Monat mehr netto übrig. Das lohnt vor allem bei weiteren Strecken, denn angesetzt werden können nur die Kosten, die den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1044 Euro übersteigen.

Außerdem müssen dabei mindestens 601 Euro zusammenkommen. Bei 50 Kilometern (Beispiel oben) ergeben sich 4508 Euro, von denen die 1044 Euro Pauschbetrag abgezogen werden. Bleiben 3464 Euro als jährlicher Freibetrag oder 289 Euro pro Monat. Wer seine Lohnsteuerkarte 2003 bereits beim Arbeitgeber abgegeben hat, kann sie sich für den Gang zum Finanzamt wieder aushändigen lassen. Bei einem Eintrag erst im Januar geht kein Euro verloren, denn der jährliche Freibetrag wird auf die restlichen Monate verteilt.

Dienstwagen und Fahrtenbuch

Gilt der Eintrag erst ab Februar, steigt der monatliche Freibetrag so auf 315 Euro. Anders rechnen müssen die zwei Millionen Autofahrer, die einen Dienstwagen auch privat nutzen.

Lohnt sich das noch, wenn 2003 die Erhöhung der Steuer um 50 Prozent (von 1,0 auf 1,5 Prozent) kommen wird? Ja, denn trotz dieser drastischen Steigerung geht die Rechnung für den Dienstwagen auf. Beispiel: Bei einem Auto im Wert von 40.000 Euro und einem Steuersatz von 35 Prozent sind bislang im Monat 224 Euro Steuern fällig, künftig wären es 294 Euro. Für diesen Betrag ließe sich der Wagen zwar unterhalten, nicht aber finanzieren. Dennoch können Dienstwagenfahrer Steuern sparen, vor allem, wenn sie wenig Kilometer privat fahren. Dazu müssen sie aber ein Fahrtenbuch führen.

AUTO BILD-Tipp In der Steuererklärung für 2003 können folgende Kosten abgesetzt werden: • Haftpflicht- und Unfallversicherung(en) • Bei doppelter Haushaltsführung zusätzlich eine Familienheimfahrt pro Woche mit 0,40 Euro pro Kilometer • Kosten durch einen Unfall auf dem Arbeitsweg, soweit sie nicht durch eine Versicherung gezahlt wurden; also etwa eine Kasko-Selbstbeteiligung • Umzugskosten, wenn der Umzug beruflich bedingt war. Dazu zählt, wenn sich die Fahrtzeit zur Arbeit eine Stunde verkürzt. Die Pauschalen betragen 537 Euro (Alleinstehende) und 1074 Euro (Ehepaare) plus 237 Euro für jeden Angehörigen. Die Rechnung eines Spediteurs kann daneben abgesetzt werden.

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