Stolpes leere Kassen

Die Brücken bröckeln Die Brücken bröckeln

Stolpes leere Kassen

— 19.12.2003

Die Brücken bröckeln

Ein Drittel der 36.000 Brücken ist nur bedingt verkehrssicher. Für die Sanierung fehlt das Geld.

Rund zwölftausend Brücken in Deutschland sind nur bedingt verkehrssicher! Das ist ein Drittel des gesamten Baubestands (36.000 Brücken mit einer Gesamtfläche von 25,6 Millionen Quadratmetern). In einem vertraulichen Bericht des Bundesverkehrsministeriums für den Bundestag werden zehn Prozent des Brückenbestands als "kritisch", 2,5 Prozent sogar als "ungenügend" eingestuft. Bei gut einem Viertel des Bestands ist die Substanz dem Bericht zufolge gerade "noch ausreichend".

Nur knapp 30 Prozent der gesamten Brückenflächen gelten als "gut" oder "sehr gut" – und können damit "ohne Einschränkung von den allgemein zugelassenen Fahrzeugen befahren werden". Dramatisch bröckelt es vor allem im Osten, wo fast 60 Prozent aller Brücken noch aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg stammen. Trotz des Neu- und Ausbaus im Zuge der "Verkehrsprojekte Deutsche Einheit" gebe es noch immer eine "erhebliche Anzahl von Bauwerken instand zu setzen oder zu erneuern".

Aber auch im Westen nagt der Zahn der Zeit immer mehr an den Brücken. Nach 20 bis 30 Jahren seien "in der Regel" die ersten großen Instandsetzungsarbeiten an den Betonbauwerken fällig. Der Bericht: Um langfristig zumindest den derzeitigen Qualitätsstandard zu halten und leicht zu verbessern, seien allein in den nächsten zehn Jahren rund zehn Milliarden Euro nötig – Geld, das Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) kaum hat.

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