Stoßdämpfertest — 17.06.2008
Schleichender Defekt
6000 Autos haben die Experten des AvD-Testtrucks 2008 unter die Lupe genommen – und viele Mängel gefunden. Jedes sechste Fahrzeug, so die AvD-Prüfer, ist mit abgenutzen Stoßdämpfern unterwegs!
Wenn die AvD-Prüfer kommen, bleibt kein Mangel unentdeckt. 6000 Fahrzeuge hat die Besatzung des Prüftrucks des
Automobilclubs von Deutschland (AvD) bislang 2008 unter die Lupe genommen – und dabei neben neben Mängeln an Bremsen und Reifen vor allem abgenutzte Stoßdämpfer gefunden. Eine gefährliche Entwicklung. Denn mangelhafte Dämpfer machen sich vor allem während plötzlicher Ausweich- und Bremsmanöver bemerkbar. Laut der AvD-Prüfer verlängert sich bei einer Vollbremsung aus 80 km/h der Bremsweg mit abgenutzten Dämpfern um bis zu drei Meter. Außerdem können elektronische Fahrwerkskomponenten wie der Schleuderschutz ESP, die Traktionskontrolle oder das ABS in ihrer Funktion eingeschränkt werden. Gefährlich ist nach Angaben des AvD vor allem der schleichende Prozess, mit dem die Stoßdämpfer ihre Funktion einbüßen.
Oft werden schadhafte Dämpfer vom Fahrer deshalb nicht erkannt, oder andere Umstände für das veränderte Fahrverhalten verantwortlich gemacht: etwa schwere Beladung oder schlechte Straßen. Der Automobil Club von Deutschland (AvD) rät deshalb, die Stoßdämpfer spätestens zwischen 60.000 und 80.000 Kilometer Laufleistung vom Fachmann prüfen zu lassen.