Strafsteuer trotz Partikelfilter

Strafsteuer trotz Partikelfilter

— 10.05.2007

Software mit Sehfehler

Computer-Chaos bei der Besteuerung von Diesel-Fahrzeugen: Trotz Partikelfilter müssen tausende Halter eine Zusatzsteuer zahlen.

Tausende Halter neuer Diesel- Fahrzeuge zahlen rückwirkend zum 1. Januar 2007 die Zusatzsteuer von 1,20 Euro je 100 Kubikmeter Hubraum, obwohl ihr Auto mit modernster Partikelfiltertechnik ausgerüstet ist. Grund: In den Zulassungsbehörden herrscht Computer-Chaos. Die Software, die die Daten vom Fahrzeugschein abliest und an die Finanzämter übermittelt, ist fehlerhaft. Das Feld "Bemerkungen", in dem die Partikelminderungsstufe "PM 5" vermerkt ist, wird nicht erkannt.

Das Auto wird als "ohne Filter zugelassen" registriert. AUTO BILD-Redakteur und Steuerexperte Roland Bunke rät: "Zahlen Sie die Strafsteuer nicht, und legen Sie bei der Zulassungsstelle Widerspruch ein." Auch Besitzer von Autos, die vor Inkrafttreten des Gesetzes (1. April 2007) gebaut wurden, zahlen extra. In diesen Fahrzeugpapieren ist der Partikelfilter noch nicht vermerkt. Der Halter muss eine Herstellerbescheinigung einreichen. "Am besten schon vor der Zulassung", so Thomas Böhm vom Verband der internationalen Fahrzeughersteller. Die Gebühr für den Nachtrag beträgt 15 Euro.

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