Strafzettel aus Frankreich

Strafzettel aus Frankreich

— 15.03.2006

Langer Arm des Gesetzes

Verste im Straenverkehr verfolgen Frankreich-Urlauber zuknftig bis in die Heimat. Eingetrieben werden kann die Strafe allerdings noch nicht.

Jeden Sommer laufen Frankreichs Radaranlagen auf Hochtouren. Wenn die Urlauberwelle in Richtung Sden ber die Autobahn rollt, werden auch Tausende deutsche Autofahrer wegen Geschwindigkeitsbertretungen geblitzt. Bisher blieben viele Vergehen ungeahndet, weil die deutschen Kennzeichen der Verkehrssnder fr die franzsischen Behrden nicht zu identifizieren waren. Durch einen Datenaustausch aus den Kfz-Registern soll das nun anders werden.

Damit sollen Verkehrssnder aus Deutschland ebenso wie umgekehrt Bugeldbescheide erhalten, wenn sie zu schnell gefahren sind oder gegen Parkvorschriften verstoen haben. Noch mssen sie aber nicht frchten, da die Strafe von den deutschen Behrden auch eingetrieben wird. Denn eine Vereinbahrung zur Vollstreckung in Deutschland gibt es anders als bei sterreich nicht. Verweigert der Autofahrer die Zahlung, knnte es indes beim nchsten Frankreich-Besuch Probleme geben etwa wenn er in eine Verkehrskontrolle gert oder in einen Unfall verwickelt ist.

Im kommenden Jahr mssen sich deutsche Autofahrer darauf einstellen, da Bugeldbescheide aus anderen Staaten der Europischen Union von den deutschen Behrden vollstreckt werden. Die gegenseitige Vollstreckung soll bis zum Mrz 2007 in Kraft treten. Sie betreffen alle Bugelder ber 70 Euro.

Zum Inkasso haben die Behrden dabei einen echten Anreiz: Eingetriebene Bugelder sollen nmlich im Land der Vollstreckung bleiben, bei einem deutschen Autofahrer also in die Bundeskasse flieen.

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