Straßenbau

Straßenbau

— 22.02.2007

Streit um Blitzasphalt

Drei Kilometer Straße in vier Nächten sanieren statt in 14 Tagen – der neue "Blitzasphalt" macht's möglich. Jetzt streitet man um die Genehmigung.

Ein neuer, extrem schnell abkühlender Asphalt könnte die Arbeit auf Baustellen drastisch beschleunigen – doch die Straßenbau-Bürokratie verhindert bislang einen flächendeckenden Einsatz. Der Pinneberger CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder hat Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) jetzt aufgefordert, das Genehmigungsverfahren abzukürzen. Die Firma "Nordlabor", die den Blitzasphalt entwickelt hat, sitzt im Wahlkreis des CDU-Politikers nördlich von Hamburg.

Schröder: "Die Sanierung eines drei Kilometer langen Autobahnabschnitts dauert bisher durchschnittlich zwei Wochen. Mit dem Blitzasphalt kann die gleiche Strecke in vier Nächten fertiggestellt werden. Eine kritische Prüfung ist notwendig, es kann aber nicht sein, dass es zwei Jahrzehnte braucht, bis eine Innovation im Straßenbau die Zulassung erhält."

Trotz guter Erfahrungen auf ausgewählten Teststrecken (A1 Lichtendorf/ Kamener Kreuz) verhindern die Straßenbau-Bürokraten bislang die flächendeckende Nutzung – wegen angeblich zu geringer Langzeiterfahrungen, aber auch wegen zu hoher Materialkosten. Dabei verspricht der Hersteller im Endergebnis sogar eine Reduzierung der Kosten, dank Personaleinsparungen und weniger Aufwand für Verkehrssicherung. Ole Schröder: "Deutschlands Autofahrer werden es danken, wenn der Blitzasphalt endlich kommt."

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