Straßengebühren in London

Straßengebühren in London

— 10.03.2003

Blair drohen 1000 Pfund Bußgeld

Englands Premierminister hat nicht nur politisch Ärger am Hals. Wegen Verstoßes gegen die City-Maut droht ihm eine saftige Geldstrafe.

Vorbildlich ist das nicht, Herr Premierminister: Tony Blair drohen bis zu 1000 Pfund Strafe, weil er der britische Regierungschef seinen Privatwagen noch nicht für die neue Londoner City-Maut angemeldet hat, meldet die Nachrichtenagentur AP.

Die Gemächer der Blairs (Downing Street) liegen mitten in der Zone, für die seit Mitte Februar eine werktägliche Staugebühr verlangt wird (fünf Pfund, umgerechnet 7,80 Euro). Zwar gibt es einen Rabatt von 90 Prozent für Anlieger. Dafür hätte Bush-Freund Blair seinen Wagen allerdings anmelden müssen – hat er aber nicht. "Der Premier ist in den letzten Wochen einfach zu beschäftigt gewesen", entschuldigt sein Büro den Fauxpas. Und ergänzt: "Wenn es Strafen zu entrichten gibt, wird das natürlich gemacht."

Die Fahrer des Blair-Familienbusses – häufig seine Frau Cherie oder Bedienstete – hätten die Sparrate jeden Tag pflichtgemäß entrichtet, sagte der Sprecher. Aber weil versäumt wurde, das Fahrzeug auch vorschriftsgemäß für die Rabatt-Qualifikation zu registrieren, könnten nun Strafen fällig werden von 80 Pfund (125 Euro) pro Tag.

Laut Londons Bürgermeister Livingstone, der wegen seiner linken Labour-Vergangenheit als politischer Erzfeind von Blair gilt, funktioniert die Gebühr so gut, dass der Verkehr in der Innenstadt – wie erhofft – an Werktagen um 15 bis 20 Prozent zurückgegangen sei. "Das ist Livingstones Rache", kommentierte die BBC am Sonntag die Blair-Strafe.

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