Straßenverkehrsordnung

Straßenverkehrsordnung

— 27.08.2002

Umgangssprache statt Amtsdeutsch

Sprachkritiker Wolf Schneider hat im Auftrag des Auto Club Europa (ACE) die Straßenverkehrsordnung umgeschrieben. Und dem Amtsdeutsch in der StVO den Garaus gemacht.

Ohne den Inhalt der fast 32 Jahre alten Verordnung zu verändern, "durchschnitt Schneider mit scharfer Machete das Vorschriftendickicht", sagte der ACE-Vorsitzende Wolfgang Rose am Montag in Stuttgart. Der Journalist ersetzte etwa das Wort "Fahrtrichtungsanzeiger" durch "Blinker", gliederte den Vorschriftenkatalog neu und strich einige Passagen. Die Idee zu der Überarbeitung geht auf eine Initiative des Bundesverkehrsministeriums zurück. Schneider, der auf der spanischen Ferieninsel Mallorca lebt, schrieb das Regelwerk innerhalb von vier Wochen um. Ende November will das Verkehrsministerium über seine Version und andere Stellungnahmen beraten.

Nach Ansicht des ACE entfernt sich die Sprache der Verordnung vom "automobilen Volk" schneller, "als die Polizei erlaubt". Es sei wichtig gewesen zu zeigen, dass ein solches Regelwerk auch kürzer, schlüssiger und verständlicher sein könne. So sei besser von "Ampel", "Hupe" und "Zebrastreifen" die Rede - und nicht von "Wechsellichtzeichen", "Schallzeichen" oder "Fußgängerüberweg". Ende November soll es eine Auswertung aller eingegangenen Stellungnahmen geben. Bisher sind 82 im Bundesverkehrsministerium eingegangenen. Möglicherweise 2003 werde es den Entwurf einer neuen StVO geben, der dann dem Bundesrat zur Zustimmung zugeleitet wird. (dpa)

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