Straßenzustand

Straßenzustand

— 06.02.2004

Kaputte Straßen, leere Kassen

Die Straßenbauleitung des Verkehrsministeriums schlägt Alarm: Bis 2015 sind 35 Milliarden Euro für die Reparatur der Fernstraßen nötig.

Nach dem Desaster um die Lkw-Maut drohen Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) jetzt neue Stolpersteine: Der Sanierungsbedarf für das marode Fernstraßennetz (Autobahnen, Bundesstraßen) ist weit höher als bisher veranschlagt. Die Straßenbauabteilung seines Ministeriums schlägt Alarm: Rund 40 Prozent der Fahrbahndecken müssen erneuert werden!

In einem internen Papier heißt es, 5200 Kilometer Fahrbahnen und Fahrstreifen seien "dringend erhaltungsbedürftig". Damit kommen zusätzlich zu den Milliardenausfällen durch die Lkw-Maut auf den Verkehrsetat weitere Milliardenrisiken zu. Laut Papier steigt der Finanzbedarf ab 2005 von "jährlich rund 1,7 Milliarden Euro auf rund 2,6 Milliarden Euro" an. Erst 2012 wird's wieder billiger, müssen jährliche Erhaltungskosten von 2,3 Milliarden Euro einkalkuliert werden.

Nach der Prognose der Straßenbauabteilung werden bis 2015 insgesamt rund 35 Milliarden Euro nur für Reparaturarbeiten notwendig sein, um annähernd ein "Substanzniveau wie zu Beginn der 90er Jahre" zu erreichen. Stolpes Experten warnen: "In den kommenden zehn Jahren müssten ohne spürbare Erhöhungen der Mittel außerordentlich hohe Störungen im Verkehrsfluss in Kauf genommen werden."

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