Günter Verheugen warnt vor einer großen Krise der Autoindustrie.

Streit um CO2-Steuer

— 28.10.2008

Verheugen mahnt

EU-Industriekommissar Günter Verheugen warnt vor einer großen Krise in der Autoindustrie. Auch der Streit um die CO2-Steuer verunsichere die Käufer und sorge so für den Absatzeinbruch.

(dpa) Mit Blick auf die internationale Finanzkrise warnt EU-Industriekommissar Günter Verheugen (SPD) vor einem Stellenabbau in der europäischen und deutschen Automobilindustrie. Im Interview mit der Tageszeitung "Neue Presse" aus Hannover sagte Verheugen: "Die Automobilindustrie erlebt einen Einbruch wie seit vielen, vielen Jahren nicht mehr." Er schätze die Lage als außerordentlich bedrohlich ein. "Wir befinden uns in einem tiefen Tal. Wenn wir das nicht schnell hinter uns lassen, wird massiver Stellenabbau unausweichlich." Um der Branche zu helfen, brauche sie "unsere Rückendeckung und sehr konkrete Hilfe, um die Nachfrage nach Neufahrzeugen wieder anzukurbeln", sagte der SPD-Politiker.

Nicht nur die Finanzkrise führt Verheugens Ansicht nach zur Kaufzurückhaltung. "Kunden und Hersteller sind aber auch deshalb verunsichert, weil die Politik beim Thema CO2 keinen klaren Kurs fährt." Beim Kauf eines Autos wisse heute niemand, mit welchen Steuern und Grenzwerten er rechnen müsse. Das lähme die Nachfrage. Europäischer Rat und Europaparlament sollten schnell Rechtssicherheit für die Automobilindustrie schaffen, forderte Verheugen.

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