ADAC

Streit um E10

— 05.04.2011

ADAC zeigt Ölmultis an

Der Streit um die E10-Einführung erreicht eine neue Stufe: Der ADAC hat Aral, Shell und Co angezeigt. Grund: Die Ölkonzerne böten keine E10-Alternative mehr an.

(dpa) Der ADAC hat angesichts des Streits um den neuen Biosprit E10 die Mineralölkonzerne Aral, BP, Jet, OMV und Shell angezeigt. Nach Ansicht der Autoclubs verstoßen die Unternehmen gegen die gesetzlichen Regelungen zur E10-Einführung: Sie böten nach der Einführung des neuen Kraftstoffes an manchen Tankstellen kein herkömmliches Super mehr als E10-Alternative an, sondern zum Beispiel nur das teurere Super Plus. Das teilte der ADAC am Dienstag (5. April 2011) in München mit. Es sei vorgeschrieben, dass Anbieter von Super E10 gleichzeitig auch ein entsprechendes "klassisches" Superbenzin E5 mit niedrigerem Ethanol-Anteil vorhalten müssten.

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Stichproben hätten gezeigt, dass an Tankstellen in München unter der Bezeichnung Super aber ein Kraftstoff der Qualität Super Plus angeboten werde, der pro Liter acht Cent mehr koste als der neue Biosprit. Superbenzin hat normalerweise die Oktanzahl 95, während Super Plus bei 98 liegt. Die Oktanzahl bestimmt die "Klopffestigkeit" des Kraftstoffs.

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