Stromausfall in den US-Autometropolen

Stromausfall in den US-Autometropolen

— 15.08.2003

Nichts geht mehr

Nach dem Stromausfall in den USA ist auch die Autoindustrie ohne Energie. Bis die Produktion wieder anläuft, kann es noch dauern.

Der Stromausfall im Nordosten der USA und in Kanada hat zeitweise die nordamerikanische Autoindustrie lahm gelegt. Betroffen sind unter anderem General Motors, Ford und DaimlerChrysler. Neun von 13 Chrysler-Werke seien ohne Energie, meldete die amerikanischen DaimlerChrysler-Tochter in der Nacht zum Freitag (15. August). Es sei möglich, dass einige Werke zwar noch Strom bekämen, als Vorsichtsmaßnahme seien sie aber abgeschaltet worden.

Behörden zufolge laufe die Stromversorgung im US-Bundesstaat Michigan, wo auch die Chrysler-Konzernzentrale ihren Sitz hat, langsam wieder an. Allerdings könne es noch das ganze Wochenende dauern, bis die Energieversorgung wieder vollständig hergestellt ist.

Der Stromausfall betraf unter anderem die Städte Detroit und Cleveland, wo ein Großteil der US-Autoindustrie angesiedelt ist. So waren auch die Produktionsstätten und Konzernzentralen von General Motors und Ford zeitweise ohne Strom. Bei GM sei das Ausmaß noch nicht klar, sagte ein Sprecher: "Wir haben Werke in allen betroffenen Gebieten." Bei Ford fielen 23 von 44 Produktionsstätten aus, berichtet ein Sprecher.

Ein unvorhergesehener Produktionsausfall kann sich direkt auf das Unternehmensergebnis auswirken, da jedes produzierte Auto als Umsatz verbucht wird. In der Regel können Ausfälle aber durch Mehrarbeit ausgeglichen werden. Gegenwärtig haben indes alle drei Unternehmen genügend neue Fahrzeuge für die kommenden zwei Monate auf Lager und in den Autohäusern.

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