Stromkasten: Batterie der Zukunft — 01.12.2011
Lösung mit Lithium-Luft
Die Batterie ist das Herzstück eines Elektroautos – und zugleich Forschungsobjekt Nummer eins. Jetzt deutet sich ein Durchbruch mit Lithium und Luft an. Allerdings wird es bis dahin noch ein bisschen dauern.
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Doch die Forscher stehen noch vor zahlreichen Herausforderungen. Nur eines der Probleme: Feuchtigkeit in der Luft kann zu einer explosiven Reaktion führen. Lithium-Luft-Akkus brauchen daher Schutz-Membranen, die Wasser zuverlässig abhalten, Sauerstoff aber durchlassen. Gelingt dies, ist die Energiedichte rund zehnmal höher als bei aktuell eingebauten Akkus. Und mit deutlich geringerem Gewicht wären dann Reichweiten von weit mehr als 500 Kilometern möglich. Allerdings ist Reichweite nicht alles. Ebenso wichtig sind eine lange Lebensdauer, hohe Ladefähigkeit, niedriges Gewicht und vor allem wettbewerbsfähige Kosten. Derzeit kostet allein die Batterie für ein E-Auto rund 10.000 Euro. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Projekte, die an einer Serienreife von Lithium- Luft-Akkus arbeiten, mit rund 5,6 Millionen Euro. In rund zwei Jahren soll klar sein, ob und ab wann Lithium-Luft-Akkus in E-Autos eingesetzt werden.
| Energiespeicher für Elektroautos | ||||
|---|---|---|---|---|
| Akku | Energiedichte in Wattstunden/kg | Gewicht in kg | Reichweite in km | in E-Autos |
| Lithium-Ionen * | 170 | 150 | 160 | seit 2007 |
| Lithium-Polymer ** | 180 | 70 | 95 | seit 2010 |
| Lithium-Schwefel | 300 | 150 | 280 | ab 2020 |
| Lithium-Luft | 1000 | 80 | 500 | ab 2025 |
| * = Werte vom Nissan Leaf; ** = Werte vom Karabag new 500E | ||||
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Kommentare zum Artikel (4)
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"Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Projekte, die an einer Serienreife von Lithium- Luft-Akkus arbeiten, mit rund 5,6 Millionen Euro."
Wow, die geben alles was in der Briefmarkenkasse vorhanden ist.
Aerodynamik+Leichtbau: unter 9 kWh/100 km
machen die Akkus automatisch leichter+billiger.
Jetzt macht für mich die heute angekündigte Kooperation von BMW und Toyota zur Entwicklung neuartiger Lithium-Batterien einen Sinn. Grundlagenforschung erfordert einen großen Aufwand und den teilt man sich. Fortschritt durch Kooperation. Bravo! Die werden noch Samsung ins Boot holen und dann ist die Truppe unschlagbar.
"Derzeit kostet allein die Batterie für ein E-Auto rund 10.000 Euro."
Diese Satzaussage ist schlicht und einfach FALSCH!
Li-Fe-Po Zellen sind bereits für ca. 200,- € pro kWh im Kaufangebot. Bei einer Batterie von 25 kWh beträgt der Kaufpreis ca. 5000,- €. Das ist der Verkaufspreis und nicht die Kosten.
Der Verkaufspreis besteht aus der Summe von Entstehungskosten und Gewinnmarge. Es ist durchaus üblich, überhöhte Preise von 10.000,- € für eine Batterie zu verlangen. Das ist unverschämt und ungerecht.