Euro NCAP Crashtest: Jahresrückblick 2014

Studie: Anschnallverhalten

Viele Gurtmuffel im Fond

Rund ein Drittel der Europäer ignoriert die Anschnallpflicht auf den Rücksitzen. Das hat jetzt eine Befragung in sieben EU-Ländern ergeben.
Gesetz oder nicht: In vielen europäischen Ländern schnallen sich Autoinsassen hinten nicht an. Das ergab eine aktuelle Umfrage von rund 7000 Autofahrern, die Ford finanziert hat. Befragt wurden Autofahrer in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Rumänien und Spanien. Danach legen in Rumänien 84 Prozent aller Passagiere auf den Rücksitzen keinen Sicherheitsgurt an, in Italien sind es 56 Prozent und in Spanien 39 Prozent. Laut Umfrage bestehen nur 39 Prozent der Fahrer in Rumänien darauf, dass Fond-Passagiere den Gurt anlegen, in Italien sind es 53 Prozent, in Belgien hingegen 85 Prozent.

Euro NCAP Crashtest: Jahresrückblick 2014

Daten zu Deutschland liefert die Ford-Umfrage nicht, dafür gibt es aber Belege durch den Sicherheitsreport 2014 der internationalen Verkehrssicherheitsorganisation der OECD (IRTAD, Internationinal Transport Administration). Danach tragen 97 Prozent der Fond-Passagiere in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Sicherheitsgurt, auch in Irland (89 Prozent), Finnland (86 Prozent) oder Frankreich (84 Prozent) ist die Quote hoch. Weniger wahrscheinlich ist dem Report zufolge, dass sich Fondinsassen in Griechenland (23 Prozent) oder Serbien (drei Prozent) anschnallen. Gründe für die Einhaltung der Gurtpflicht gibt es genug: Der Europäische Rat für Verkehrssicherheit schätzt, dass alleine im Jahr 2012 europaweit rund 8600 Todesfälle durch das Tragen von Sicherheitsgurten vermeidbar gewesen wären.
Zum autobild.de-Crashtest-Channel

Stichworte:

Verkehrssicherheit

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