Studie Ford IosisX auf dem Pariser Salon

Studie Ford IosisX Studie Ford IosisX

Studie Ford IosisX auf dem Pariser Salon

— 28.09.2006

Absolut außerirdisch

Fords Vision von einem kompakten SUV scheint nicht von dieser Welt. Doch keine Angst: Der IosisX ist ein reines Show-Car. Das Serien-Modell wird ziviler.

Die Flut der SUV ebbt nicht ab. Aber nach den dicken Kaventsmännern BMW X5, Mercedes ML und Co schwappt sie inzwischen auch in kleineren Wellen. Bodenständigere Typen wie Opel Antara oder der 2007 erscheinende VW Tiguan spülen die sportlichen Geländewagen endlich auch in die Kompaktklasse.

Einstiegshilfe: Beim Anhalten klappen seitliche Schwellerblenden aus.

Umso abgehobener wirkt da die Antwort von Ford. Zumindest der Vorgeschmack auf das für April 2008 vorgesehene SUV-Modell auf Focus-Basis scheint aus einer fremden Galaxie zu stammen. Eines steht beim Anblick der Studie IosisX jedenfalls fest: Die Designer hatten freie Hand und anscheinend viel Spaß – kein Techniker oder Buchhalter durfte bei der Entstehung des Crossover-Concepts Einwände erheben. Und noch etwas ist so glasklar wie der durchsichtige (!) Boden des Einzelstücks: Mit der zukünftigen Serienversion eines kompakten Soft-Geländewagens hat der IosisX so viel gemeinsam wie der Spaceshuttle mit einem Papierflieger. Ein Hingucker ist der wuchtige IosisX aber auf jeden Fall. Der changierend weiß-blau schimmernde Ford steht auf farbig profilierten Riesenrädern, welche die leicht ausgestellten Radhäuser prall ausfüllen. Die auffälligen seitlichen Schwellerblenden klappen beim Anhalten aus und dienen den Passagieren so als breite Trittbretter.

Ähnlichkeiten zum Serien-SUV sind kaum vorhanden

In den "Außenspiegel-Öhrchen" stecken kleine Lampenspots.

Einen technischen Hintergrund hat die Gestaltung der Frontpartie. Die im Gegensatz zu den Kotflügelkanten leicht eingezogene Haube und die stark ausgeprägten Rundungen des kurzen Karosserieüberhangs resultieren aus Vorgaben des Fußgängerschutzes. Damit darüber hinaus noch ein bisschen Serienauto durchblinzelt, verpassten die Designer dem IosisX zudem den Ford-typischen Trapez Rahmen des unteren Kühlergrills. Besonders viel Aufmerksamkeit schenkten die Entwickler der Beleuchtung. Dabei kommen ausschließlich LED-Einheiten zum Einsatz, die in den vorderen Scheinwerfern zu einer dreidimensionalen Struktur zusammengefasst sind. Selbst in den weit oben an der A-Säule angebrachten Außenspiegel-Öhrchen stecken kleine Lampenspots.

Frei schwebende Einzel-Schalensitze mit integrierten Sicherheitsgurten.

Im Innenraum herrscht die typische Concept-Car-Aufgeregtheit: mit frei schwebenden Einzel-Schalensitzen inklusive integrierten Sicherheitsgurten, Hebeln und Kontrolleinheiten à la Playstation oder Farbspielereien an Verkleidungen und Polstern. Natürlich darf auch das "dominierende Element geschwungene Mittelkonsole" nicht fehlen. Sorry, Ford, aber neu ist das nicht. Mit so etwas spielen die Designer von Messe-Showfahrzeugen schon seit etlichen Jahren. Deutlich dichter an der Realität liegt die technische Basis des IosisX. Schließlich wird das spätere Serienauto ein Verwandter von Land Rover Freelander und Volvo XC60 sein. Inklusive sportlich definierten Fahrverhaltens und eines elektronisch überwachten Allradantriebs, der von einer Haldexkupplung verwaltet wird. Speziell im Serienauto werden bekannte Vierzylinder-Benziner und starke TDCi-Motoren die Antriebs-Hauptrolle spielen. Und das empfinden wir nun wieder als angenehm irdisch.

Autor: Jan Horn

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