Studie Mazda Kabura

Studie Mazda Kabura (2006) Studie Mazda Kabura (2006)

Studie Mazda Kabura

— 09.01.2006

Der mit dem Pfeil fährt

Mazda zeigt in Detroit eine Coupé-Studie auf Basis des MX-5. Der Kabura ist ein exotischer "3+1"-Sitzer mit drei Türen – aber ohne Serienchance, heißt es.

In Deutschland hätte die neueste Mazda-Studie wohl "Pffft" heißen müssen, doch zum Glück haben die Japaner für alles einen passenden Begriff. Der Name des Coupés, erklärt der Hersteller, gehe nämlich auf das Wort "Kabura-ya" zurück. In früheren Zeiten war das die Bezeichnung für jenes Geräusch, das nach dem Abschießen eines Pfeils entstand, der das Signal zur Eröffnung einer Schlacht gab.

Dank Heckantrieb und bewährtem Zweiliter-Triebwerk soll der Kabura denn auch eine Menge Fahrspaß bieten, verspricht Mazda. Das kalifornische Design-Studio der Marke hat dafür extra tief in die Trickkiste gegriffen: Die Studie auf "leicht abgewandelter MX-5-Plattform" trägt L-förmige Scheinwerfer und Rückleuchten, die üppig ausgestellten vorderen Kotflügel erinnern fast schon an ein Hot Rod, und unter der teilverglasten gläsernen Motorhaube schimmert der rot lackierte Zylinderkopfdeckel. Ganz wie bei Ferrari, bloß andere Seite.

Reichlich neue Ideen hat der Innenraum zu bieten. Designchef Franz von Holzhausen schuf ein 3+1-Sitzlayout, das Freunden der Symmetrie garantiert ein Dorn im Auge wäre. Der Beifahrersitz rückte im Vergleich zum Pilotenstuhl um 15 Zentimeter nach vorne. Als Folge erhält der Passagier dahinter nahezu gleich viel Beinfreiheit wie sein Vordermann. Der Platz hinter dem Fahrer dient dagegen nur als Notsitz – die Entwickler begründen diese Entscheidung mit dem Ergebnis einer Umfrage, nach dem die meisten Kunden diesen Sitz nur äußerst selten und auf Kurzstrecken nutzen.

Um den Einstieg rechts hinten so angenehm wie möglich zu machen, gibt es dort – und nur dort – eine zusätzliche Tür. Anders als beim Freestyle-System des RX-8 fährt sie im Stil einer Schiebetür nach hinten weg, um danach sauber in einer eigenen Aussparung des hinteren Kotflügels zu verschwinden. Eine Serienchance räumt Mazda dem Kabura zwar nicht ein, allerdings "könnten einige der hier vorgestellten Lösungen in künftigen Kompaktcoupés durchaus wieder auftauchen", orakelt Chefdesigner von Holzhausen.

Autor: Michael Voß

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.