Studie Morgan Life Car

Morgan Life Car Morgan Life Car

Studie Morgan Life Car

— 15.02.2008

Kurven-Stromer

Kurven wie die Schiffer, Fahrleistungen wie ein Porsche: Die britische Sportwagenschmiede Morgan zeigt in Genf die Studie "Life Car" mit Brennstoffzellenantrieb.

Sauberer Sport ist vielleicht bei der Tour de France fragwürdig – auf dem 78. Genfer Salon (6. bis 16. März) zeigt der Sportwagenbauer Morgan mit dem Life Car, dass es geht. Die Briten haben ein atemberaubendes Aluminiumkleid auf einen Spaceframe gepflanzt und mit einem Brennstoffzellenantrieb kombiniert. Die Kurven des Öko-Sportlers erhalten einen eleganten Schwung durch die weit nach hinten gezogenen Kotflügel, die Front dominiert ein markentypischer Grill, der von prominent aufgesetzten Rundscheinwerfern eingerahmt wird. Den Antrieb des 600 Kilo leichten Sportlers übernehmen vier Radnabenmotoren, die von der Batterieeinheit im Unterboden gespeist werden. So soll der Bolide dank Elektrodopings immerhin 300 Kilometer weit kommen. Statt reichlich CO2 kommt beim Life Car nur umweltverträglicher Wasserdampf aus den vollverkleideten Auspuffrohren.

Entwickelt mit deutscher Beteiligung

Den Antrieb des 600 Kilo leichten Life Car übernehmen vier Radnabenmotoren, die von der Batterieeinheit im Unterboden gespeist werden.

Der glatte Unterboden sorgt für Windschlüpfrigkeit. Unter der Aluminiumhülle verbirgt sich wie bei Morgan üblich eine Konstruktion aus Holz, die zusätzlich Gewicht spart. Konkrete Angaben zu den Fahrleistungen gibt Morgan nicht preis – aber die Briten betonen, dass auch das Life Car ein echter Sportler ist. Die Sportwagenmanufaktur hatte 2006 angekündigt, binnen drei Jahren einen sauberen Sportwagen zu konstruieren, um zu zeigen, dass Sport und Umweltverträglichkeit sich nicht ausschließen. Die Briten haben sich dafür prominente Unterstützung aus der Industrie und der Forschung ins Boot geholt, unter anderem die Universität Oxford und die deutsche Firma Linde. Insgesamt hat Morgan rund 2,5 Millionen Euro in den fahrtüchtigen Prototypen investiert.

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