Studie: Versteckte Autokosten

— 04.01.2013

Auto fahren viel teurer als gedacht

Eine aktuellle Studie hat herausgefunden: Jedes neu verkaufte Auto kostet die Gesellschaft 16.000 Euro. Die Grünen fordern, diese Kosten auf die Autofahrer umzulegen.

Laut einer Studie der TU Dresden entstehen durch die Nutzung von Autos in der EU jährlich Kosten in Höhe von 373 Milliarden Euro, die nicht durch Abgaben der Autofahrer gedeckt sind. Bei einer Lebensdauer von zehn Jahren koste jedes neu verkaufte Auto die Gesellschaft 16.000 Euro. "Es heißt immer: Der Autofahrer ist die Melkkuh der Nation. Die Studie zeigt, dass das völlig an der Realität vorbeigeht", sagt Michael Cramer, Abgeordneter der Grünen im Europäischen Parlament, die die Untersuchung in Auftrag gegeben haben.

Autokosten-Index: Autofahren 2012 deutlich teurer als im Vorjahr

Michael Cramer, Abgeordneter der Grünen im Europäischen Parlament: "Diese Kosten müssen dem Autofahren zugeschrieben werden."

41 Prozent der Kosten entstehen laut Studie durch Unfälle. Die Arbeitnehmer zahlen über die Krankenversicherung. 37 Prozent entfallen auf den Klimawandel und die Maßnahmen, um ihn zu stoppen. 22 Prozent verteilen sich auf Luftverschmutzung, Lärm und sonstige Effekte, die zum Beispiel für Gebäudeschäden oder Ernte verluste verantwortlich sind. "Diese Kosten müssen dem Autofahren zugeschrieben werden", fordert Cramer. Das sei durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer, der Parkkosten, aber auch eine individualisierte Pkw-Maut möglich. Nur mit realistischen Preisen könne man sich für das beste Transportmittel entscheiden. Die EU-Kommission will für das Problem der externen Kosten bis 2020 eine Lösung finden.

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Kommentare zum Artikel (3)

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SteffenN
26.02.2013, 16:06Uhr

Die Studie ist einseitig, denn offenbar verschweigt sie, welcher gesellschaftliche Nutzen den genannten Kosten gegenüber steht. Der Nutzen jedes Autos besteht in erster Linie darin, dass Personen und Güter schnell und flexibel transportiert werden können. Dieser Nutzen ist schwierig zu monetarisieren, sollte aber mitbetrachtet werden. Welcher Umsatz bzw. Gewinn würden z.B. dadurch entgehen, dass Personen und Güter mit anderen Verkehrsmitteln wesentlich länger unterwegs wären, da ihre Mobilität ohne Auto geringer wäre? (Bsp.: Der Handlungsreisende auf dem Fahrrad) Eine seriöse Studie würde diese (positiven) externen Effekte berücksichtigen und außerdem verschiedene Verkehrsmittel untereinander vergleichen, denn auch andere Verkehrsmittel haben negative externe Effekte.

sego
06.01.2013, 07:48Uhr

Es existiert keine durch CO2 ausgelöste Klimaerwärmung. Das ist eine Lüge bzw. ein Geschäftsmodell. Ist lange bekannt (Stichwort Climategate), wird aber stur ignoriert. Und wenn ich Unfälle als 2. Grund lese, dann weiß ich, dass die Uni bestochen wurde um genau das Ergebnis so zu liefern. Denn wenn wir so argumentieren, dann müssen wir die gesamte technisch "zivilisierte" Welt in Frage stellen. Müsste ich auch für Pullover ne Abgabe zahlen, weil ich den Aralsee zerstört habe? Alles dem Autofahrer auflasten ist typisch für den dummen, engstirnigen, modernen Grünfaschisten.

vwsantana
04.01.2013, 17:14Uhr

Was für ein Blödsinn, bezahlt der Radfahrer, die Bahn, die Flugunternehmen usw. für unfallbedingte Arbeitsausfälle etc. ?
H. Cramer ist sicherlich die Freizeit über den Jahreswechsel nicht gut bekommen !

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