BMW Concept X6 ActiveHybrid

Studie von Continental

— 30.06.2008

Hybrid auf dem Vormarsch

Alternative Antriebe spielen in den Überlegungen der Autofahrer eine immer größere Rolle. Steigende Kraftstoffkosten und Umweltaspekte verändern sowohl das Kauf- als auch das Fahrverhalten, ergab eine Studie von Continental.

Autofahrer weltweit zeigen wegen der steigender Kraftstoffkosten und der Umweltbelastung zunehmendes Interesse für Elektroautos und Fahrzeuge mit Hybridantrieb. Insgesamt wären 36,0 Prozent der Befragten bereit, ein Auto mit Hybridantrieb zu kaufen, sogar 45,8 Prozent zeigen sich offen für den Erwerb eines Elektroautos. Das hat eine repräsentative Umfrage des Automobilzulieferers Continental unter mehr als 8000 Autofahrern in acht internationalen Märkten( je rund 1000 in China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Österreich, Schweiz, USA) ergeben. Durch steigende Kraftstoffpreise sehen sich 45 Prozent aller Autofahrer gezwungen, das eigene Fahrverhalten umzustellen. Mit 62,6 Prozent verändern die Japaner ihr Fahrverhalten am stärksten, sobald die Preise für Diesel und Benzin ansteigen, gefolgt von den Deutschen mit 55,2 Prozent. Rund jeder Fünfte denkt sofort an Hybridantriebe, um Benzin zu sparen. Mit 46,9 Prozent ist die Antriebsform bei den Japanern am bekanntesten. Schlusslicht sind die Briten, von denen nur 3,9 Prozent die Technik einordnen können. Der reine Elektroantrieb steht mit durchschnittlich 16,8 Prozent an zweiter Stelle in Sachen Bekanntheit. Die Österreicher mit 33,3 Prozent und die Franzosen mit 31,7 Prozent nennen diese Variante sogar häufiger als den Hybridantrieb. Als Kraftstoff sparende Antriebssysteme gelten außerdem Diesel (mit 14,1 Prozent) sowie mit Erdgas betriebene Automobile (11,4 Prozent). Auffallend ist, dass 81,7 Prozent der Chinesen keine Angaben zu Sprit sparenden Antrieben machen können.

Hohes Potenzial für Hybridantrieb

Das Potenzial des Hybridantriebes wird durch die Art der Nutzung der Autos deutlich: 85,7 Prozent der Befragten legen im Jahr eine Strecke von unter 30.000 Kilometern zurück, mehr als zwei Drittel (69 Prozent) überwiegend im Stadtverkehr. In Japan geben sogar 63,7 Prozent der Autofahrer an, jährlich weniger als 10.000 Kilometer unterwegs zu sein, davon 63,7 Prozent auf Kurzstrecken oder im Stadtverkehr. Ähnlich ist die Verteilung in den USA. Ganz bestimmt und mit großer Wahrscheinlichkeit wollen sich insgesamt 36 Prozent ein Fahrzeug mit Hybridantrieb kaufen. Mehr als die Hälfte der chinesischen Autofahrer (53,8 Prozent) können sich vorstellen, künftig ein Hybridfahrzeug zu kaufen – nachdem sie über die Technologie aufgeklärt worden sind. Mit 27,4 Prozent können sich hingegen weniger als ein Drittel der Deutschen zu einer derartigen Kaufentscheidung durchringen. Würde der Staat den Kauf von Hybridfahrzeugen allerdings steuerlich fördern, würde sich ein Großteil der Autofahrer umstimmen lassen. Mehr als die Hälfte der Befragten (64,2 Prozent) zöge dann den Kauf eines Hybridautos in Erwägung. Für Deutsche (66,6 Prozent), Österreicher (67,6 Prozent) und Briten (69,6 Prozent) ist diese Art von Förderung sogar noch wichtiger. Dabei spielen auch Mehrkosten für die Anschaffung eines Neuwagens eine große Rolle. Durchschnittlich 50,8 Prozent der befragten Autofahrer wären nicht bereit, mehr für ein Hybridfahrzeug auszugeben. Die Anschaffung eines Elektroautos mit Batterien als Energiequelle können sich knapp die Hälfte aller Autofahrer (45,8 Prozent) vorstellen.

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