Studie VW EcoRacer

VW EcoRacer VW EcoRacer

Studie VW EcoRacer

— 19.10.2005

Geiler Geizkragen

Spitze 230, Verbrauch 3,4 Liter. Das geht, sagt VW. Mit Mittelmotor und Diesel. Name des wandelbaren Sparkünstlers: "EcoRacer". Weltpremiere: In Tokio, wo sonst.

Volkswagen und die Tokyo Motor Show, das ist für Fans sportlicher Autos meist eine gute Paarung: 2001 zeigten die Wolfsburger die 600-PS-Flunder Nardo, die leider nie gebaut wurde. Dieses Jahr locken der Polo GTI und die Geiz-sieht-geil-aus-Studie "EcoRacer". Motto: Wenn Autofahren auch weiterhin Spaß machen soll, dann muß man eben den hohen Spritpreisen trotzen. Das geht am besten mit knauserigen Modellen, die trotzdem nicht den Charme eines langweiligen Geizkragens versprühen.

"Coupé, Roadster und Speedster zugleich", will der Neuling laut VW sein. Das Design ist frisch bis gewagt, der Aufbau des Wagens mit wenigen Handgriffen verwandelbar. Im Speedster-Modus läuft man allerdings Gefahr, den Überrollbügel mit der Stummel-Frontscheibe zu verwechseln. Die eigentliche Neuerung des 850 Kilo leichten Kohlefaser-Pudels ist der Mittelmotor. Es ist ein neuentwickelter Turbodiesel mit 136 PS, der Rest läßt sich schon erahnen: Ohne Mühe soll er den EcoRacer bis 230 km/h beschleunigen, Tempo 100 sei nach 6,3 Sekunden erledigt.

850 Kilo müssen bewegt werden, das ist nicht viel. Entsprechend fällt der Verbrauch aus – bescheidene 3,4 Liter sollen es sein. Ob sich der Diesel-Sound mit dem Äußeren verträgt, bleibt abzuwarten. "Das Karosserie-Design demonstriert mit seiner Sportwagen-Front, LED-Scheinwerfer- und Rückleuchten, knackigen Proportionen und kraftvollen Linien, daß auch sehr sparsame Autos faszinierend vorfahren können", sagt Volkswagen stolz. Ob der komplette EcoRacer ein Kandidat für die Serie ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Motor und diverse Innenraumfeatures soll auf jeden Fall kommen.

Sehr schnell, sehr sparsam, sehr rasant verpackt – ein schönes Konzept, daß Opel nebenbei in ähnlicher Form bereits im September 2002 präsentierte. Eco-Speedster tauften die Rüsselsheimer ihre geizige Kanone. Spitze 250 km/h, Verbrauch 2,5 Liter. Ein technischer Spagat, wie es ihn bis dato noch nicht gegeben hatte. Mehr als ein Dutzend Weltrekorde in Sachen Geschwindigkeit/Verbrauch heimste die Flunder ein, mehr war dem Diesel-Speedster allerdings nicht vergönnt.

Bald am Start ist dagegen der neue Polo GTI, ebenfalls als Weltpremiere in Tokio. Mit 150 PS ist er der stärkste Polo seit Einführung der Baureihe vor 30 Jahren. Optisch wirkt er wie ein kleiner Golf GTI. Im Frühjahr 2006 kommt er auf den Markt. Für 18.950 Euro.

Autor: Michael Voß

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