Studie VW up!

Studie VW up!

— 10.09.2007

Smartes Warm-up!

Zum Auftakt der IAA-Pressetage hat VW die Studie "up!" enthüllt. Ein Volkswagen mit Heckmotor und Platz für vier Personen? Käfer, ick hör dir trapsen!

"Volkswagen erfindet den Volkswagen neu", jubelt die Pressemitteilung zur Vorstellung der Studie "up!". Das Ausrufezeichen vermittelt: Die Wolfsburger meinen es ernst! Der rollende "Cityspezialist" bietet Platz für vier Personen, ist 3,45 Meter lang und 1,63 Meter breit. Das Besondere: Er trägt seinen Motor im Heck. Weshalb der ein oder andere Stuttgarter auch unken könnte, Volkswagen habe den Smart neu erfunden. Doch das wahre Vorbild kommt aus eigenem Hause. "Der up! hat keinen klassischen Kühlergrill. Er schlägt so die Brücke zum Käfer", erklärt die Presseinfo weiter. Und Chefdesigner Walter de Silva schwärmt: "Er glänzt durch Schlichtheit und ist doch liebevoll gemacht." Ob der deutsche Autofahrer das genauso sieht, will der Hersteller auf der IAA herausfinden. Für Entwicklungs-Vorstand Ulrich Hackenberg ist die Resonanz der IAA-Besucher "ein entscheidender Test, ob die Studie ähnliches Potenzial besitzt wie einst der Käfer und heute der Golf".

Auch hinten grinst die Frohnatur: Stoßfänger mit rundum laufenden schwarzen Streifen.

Markante Designelemente sind die nach innen schräg zulaufenden Scheinwerfer, die dazwischen horizontal verlaufende Lüftungsöffnung, das VW-Logo in Chrom, die weit nach vorn reichende Kofferraumhaube und der Stoßfänger mit rundum laufenden schwarzen Streifen als Detail des für VW typischen "Happyface". Auf deutsch: Der up! grinst den Betrachter förmlich an. Böser Blick? Komm, geh weg! Die Spur ist mit 1,42 Metern verhältnismäßig breit geraten, weshalb der Kleine durchaus einen kraftvollen Eindruck macht. Die 18-Zoll-Räder schließen bündig mit den betont ausgestellten Radläufen und Seitenschwellern ab, die Karosserieüberhänge sind auf ein Minimum reduziert. Die Türen sind üppig dimensioniert, was den Einstieg nach hinten erleichtern dürfte. Die Heckklappe besteht aus einem transparenten Material und verdeckt die hoch angesetzten Rückleuchten. Auch das Markenlogo befindet sich hinter Glas und leuchtet im Dunkeln ziemlich effektvoll. Wer etwas länger auf die Heckstoßstange blickt, stellt fest: Auch hinten ist der up! eine echte Frohnatur.

Der Innenraum profitiert vom Heckmotor, verspricht VW. Das Platzangebot wurde mit einer hohen Variabilität kombiniert: Bis auf den Fahrersitz lassen sich alle Sitze zusammenklappen und ausbauen. Die leichten Sitzschalen können platzsparend in einem der Kofferräume verstaut werden. Kofferräume? Trotz des rückwärtigen Motors gibt es auch im Heck einen Stauraum. Das Gestühl passt sich mit einem einfachen Trick der Anatomie der Passagiere an: Wie bei einer sich selbst aufpumpenden Luftmatratze kann über ein Ventil Luft in die Sitzflächen gesaugt werden – und schon passt's. Zentrales Element im Cockpit ist ein Touchscreen, mit dem sich Navi, Radio, Bordcomputer und Klimaanlage bedienen lassen. Eine "Berührung" im wahrsten Sinn ist hier allerdings gar nicht mehr nötig, Gesten reichen völlig aus. Ein weiteres Display informiert über Geschwindigkeit, Tankinhalt, Reichweite und CO2-Ausstoß. Klicken Sie sich durch die Bildergalerie! Während der "Night of Driving Ideas" hat der Volkswagen-Konzern in Frankfurt insgesamt acht Weltpremieren auf einen Schlag enthüllt. Nach dem up! gibt es exklusive Fotos der Messeneuheiten Audi A4, Lamborghini Reventón, VW Caddy Maxi, Bugatti EB 16.4 Veyron Pur Sang, Skoda Fabia Scout, Bentley Continental GT Speed und Seat Tribu.

Autor: Michael Voß

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