Lamborghini Murciélago

Studie zu Supersportwagwen

— 15.08.2008

Teuer macht sexy

Jenseits von CO2-Diskussionen und Konjunkturprognosen boomt der Markt der Supersportwagen. Die Verkäufe der schnellen Edelflitzer nahm binnen fünf Jahren um 45 Prozent zu, ergab eine Studie.

Der weltweite Absatz von Supersportwagen ist von 2002 bis 2007 um 45 Prozent auf 165.000 Fahrzeuge gestiegen. Das exklusive Segment in einer Preisklasse, die sich nur wenige Großverdiener leisten können, ist damit wesentlich stärker gewachsen als der weltweite Pkw-Absatz, der innerhalb von fünf Jahren um 20 Prozent stieg. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Sportwagen-Marktes durch das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) in Nürtingen-Geislingen. "Während in den meisten anderen Marktsegmenten gegenwärtig die negativen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich zu spüren sind, läuft der Absatz von Supersportwagen weiterhin auf vollen Touren", stellt das Institut fest.

Die Edelschmieden werden weiter wachsen

Einst als James Bond-Dienstwagen fast ein Unikat, verkauft Aston Martin inzwischen mit Modellen wie dem DBS 7000 Autos pro Jahr.

Und das Ende der Fahnenstange ist nach Ansicht der Experten noch lange nicht erreicht. Bis 2015 erwarten die Analysten einen Zuwachs der Verkäufe um weitere 20 Prozent auf jährlich 200.000 Stück. Vom Trend zum exklusiven Sportler profitieren besonders kleine Marken wie Aston Martin, Ferrari, Lamborghini oder Maserati, die allesamt in den vergangenen Jahren Absatzrekorde verzeichneten. Dümpelten die Edelschmieden bis auf Ferrari vor zehn Jahren noch mit einem Absatz von wenigen hundert Fahrzeugen pro Jahr herum, haben sich die Verkäufe inzwischen vervielfacht. Besonders in einigen asiatischen Märkten und in Russland zeigen die Reichen dem IFA zufolge gern, was sie haben. Den Sportwagenkunden ist die die Diskussion um Kraftstoffpreise und CO2-Ausstoß egal, Hauptsache, sie setzen sich von der Masse ab. Institutsleiter Professor Willi Diez spricht von einer Spirale der Exklusivität: "Viele Premiumhersteller haben in den letzten Jahren durch die Ausdehnung ihrer Modellpaletten an Exklusivität verloren. Die Kleinserienhersteller können einen Grad an Markenexklusivität bieten, der für die Käufer von Supersportwagen besonders wichtig ist", urteilt der Marktforscher.

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