Studie zur Fahrleistung der Deutschen

Studie zur Fahrleistung der Deutschen

— 15.08.2006

Kilometerschwund

Die Deutschen fahren immer weniger Auto. 2005 waren es durchschnittlich 12.660 Kilometer – absoluter Tiefstwert seit 1994.

Seit 1998 haben sich die Kraftstoffpreise nahezu verdoppelt. Allein 2005 stieg der Preis für einen Liter Diesel von 95 Cent Anfang des Jahres auf 1,10 Euro am Jahresende. Der Liter Benzin legte im im selben Zeitraum um durchschnittlich 14 Cent zu – mit Spitzenwerten von bis zu 1,35 Euro pro Liter im Spätsommer.

Bis zum Jahr 2004 fühlte sich der deutsche Autofahrer von der Spritpreisentwicklung nicht sonderlich beeindruckt. Zumindest ist er nicht sofort auf Bus und Bahn umgestiegen. 2005 sank die durchschnittliche Fahrleistung je Pkw in Deutschland allerdings merklich – zu diesem Ergebnis kam das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer aktuellen Studie.

Das DIW schätzt, dass die durchschnittliche Fahrleistung 2005 im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent von 13.045 auf 12.660 Kilometer zurückgegangen ist. Das wäre der niedrigste Wert seit 1994. Somit reagierten die Autofahrer auf die anhaltende Steigerung der Kraftstoffpreise, indem sie einfach weniger unterwegs waren. Die gestiegenen Kraftstoffkosten werden zwar nach wie vor überwiegend durch Einsparungen an anderer Stelle kompensiert – zunehmend werde aber auch mit alternativen Kraftstoffen oder durch häufigeres Tanken im preiswerteren Ausland gespart, so das DIW.

Der Trend zum Diesel setzt sich derweil ungebrochen fort. Vor allem Vielfahrer wechseln zum Selbstzünder, der trotz der brisanten Feinstaub-Diskussion mittlerweile 21 Prozent des Pkw-Bestandes ausmacht. Bei den Neuzulassungen im Juli 2006 lag der Dieselanteil bei rund 46 Prozent.

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