Sturmtiefs gefährden Autoverkehr

Sturmtiefs über Deutschland gefährden Autoverkehr

— 12.01.2015

Unfälle und Behinderungen

Gleich mehrere Orkantiefs haben am Wochenende zahlreiche Unfälle und Behinderungen verursacht. Fußballprofi Junior Malanda verunglückte tödlich.

Fußballprofi Junior Malanda vom VfL Wolfsburg kam bei einem Autounfall ums Leben.

(dpa/cj/mas) Die Orkantiefs "Elon" und "Felix" haben am Wochenende (10./11. Januar 2015) in Deutschland zum Teil erhebliche Schäden angerichtet und vielerorts den Bahnverkehr lahmgelegt. Bei Unfällen gab es Tote und Verletzte. So verunglückte am Samstag bei Starkregen und Sturmböen der Fußball-Profi Junior Malanda vom VfL Wolfsburg auf einer Autobahn in Nordrhein-Westfalen; er wurde von der Rückbank aus dem Auto geschleudert und starb.
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Zu mehr als einem Dutzend Unfällen kam es allein auf der Autobahn 1 in Schleswig-Holstein. Besonders schwer waren zwei Unfälle, bei denen eine Frau getötet und acht Menschen verletzt wurden, einige von ihnen lebensgefährlich. So gerieten in der Nähe von Lübeck zwei Autos in einem Hagelschauer ins Schleudern und stießen zusammen. Eine 49-Jährige starb dabei, ihr 13-jähriger Sohn wurde verletzt. In Brandenburg erlitten am Wochenende drei Menschen – ein Fußgänger und zwei Autoinsassen – durch umstürzende Bäume schwere Verletzungen. In mehreren Regionen Deutschlands kamen Fahrzeuge durch Böen von der Straße ab oder kippten um.

Die Bahnreisenden hatte es am Samstag im Norden und Westen Deutschlands besonders schlimm getroffen – viele Hauptrouten waren gesperrt. Am Sonntag fuhren die meisten Züge wieder nach Plan.
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Schon am Freitag hatten heftige Orkanböen in Teilen Deutschlands erhebliche Schäden angerichtet. In Schleswig-Holstein und Hamburg wurde am Freitag der Bahnverkehr schwer beeinträchtigt. Auf mehreren Strecken wurde der Verkehr aufgrund orkanartiger Böen und für Aufräumarbeiten vorübergehend eingestellt. Tausende Reisende waren betroffen. Der Sylt Shuttle fuhr mit Einschränkungen. Bei Varchentin in Mecklenburg-Vorpommern drückte eine Böe einen Lastwagen von der Bundesstraße 194. Der Fahrer blieb unverletzt. Das Gleiche passierte auf einer Bundesstraße bei Wernigerode im Harz. Polizei und Feuerwehr waren auch in Sachsen-Anhalt im Dauereinsatz. Orkanböen mit bis zu 160 Stundenkilometern fegten über den höchsten Berg Norddeutschlands, den 1141 Meter hohen Brocken. Auf der Zugspitze in den Alpen legte der Sturm den Skibetrieb lahm. Die Stadt München verschickte wegen befürchteter Orkanböen per Katastrophenwarnsystem "Katwarn" eine Unwetterwarnung an die Handys registrierter Bürger.

Zentraltief "Christian" schickt neues Unheil

Ein Ende der stürmischen Zeiten ist nicht in Sicht. Stürme und Orkane halten Deutschland auch die nächsten Tage fest im Griff. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist frühestens Ende der Woche mit einer Beruhigung zu rechnen. Ursache dafür ist ein riesiges Zentraltief über Island ("Christian"), das immer wieder kleinere Tiefdruckgebiete nach Europa schickt.

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