Subaru Impreza WRC 08

Subaru Impreza WRC 08, Cockpit Subaru Impreza WRC 08, Motor

Subaru Impreza WRC 08

— 16.06.2008

Subarus schräger Boxer

Der erste Subaru Impreza WRC mit Fließheck soll die Japaner zurück auf WM-Kurs bringen. Bei der vorgezogenen Premiere in Griechenland lief es für Subaru mit dem zweiten Platz überraschend gut.

Noch Mitte Mai wiegelte Subaru-Teamchef David Richards ab: "Wir wissen noch nicht genau, ob wir den neuen Impreza im August in Finnland oder vielleicht sogar noch später bringen." Erst als ein Teil seiner Mannschaft bereits auf dem Weg nach Athen zur Rallye Griechenland war, ließ der gewiefte Taktiker die Katze aus dem Sack. Die Premiere des ersten von Grund auf neuen World Rally Car (WRC) der japanischen Marke seit einem Jahrzehnt würde bereits im Schatten der Akropolis erfolgen. "Vielleicht ist es noch ein bisschen früh", gab Richards bei der Vorstellung des ersten Subaru-WRC auf Basis eines Schrägheckmodells zu. Tatsächlich hatte Ex-Weltmeister Petter Solberg vor dem Start in Athen gerade mal 450 Kilometer hinterm Steuer seines neuen Arbeitsgerätes gesessen.

Auch im neuen Subaru Impreza arbeitet der 2-Liter-Subaru-Boxermotor mit 300 PS und einem Drehmoment von 650 Nm.

Das Testen hatte bis dahin fast ausschließlich der frühere Ford-Werkspilot Markko Märtin erledigt. "Aber wir haben bei den Testfahrten kaum noch Fortschritte gemacht", verriet Richards. "Um wieder schneller zu lernen, müssen wir in den Wettbewerb. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte wollen wir wieder gewinnen." Dass dies Ex-Weltmeister Petter Solberg beinahe schon bei der Premiere gelang, damit hatte niemand gerechnet. "Das ist der Wahnsinn", konnte der zuletzt schwer frustrierte Norweger nach seinem zweiten Rang hinter Citroën-Pilot Sébastien Loeb endlich mal wieder lachen. Teamkollege Chris Atkinson fiel durch Anlasserdefekt und Aufhängungsbruch zwar gleich zweimal aus, aber: Solange er fuhr, tummelte sich auch der Australier in der Spitzengruppe. Und das ausgerechnet beim wahrscheinlich härtesten WM-Lauf des Jahres. Wo die zuletzt notorischen Stoßdämpfer-Probleme des alten Impreza offensichtlich überhaupt keine Rolle spielten.

Mit neuen Federbeinen gegen alte Probleme

Die neue Vorderachse: mit schräger gestellten Federbeinen hat der Subaru eine bessere Traktion auf Schotter.

Die Entscheidung, die Federbeine an der Vorderachse deutlich schräg zu stellen – ähnlich wie beim aktuellen Ford Focus – zeigte Wirkung. "Dadurch haben wir auf Schotter Traktionsvorteile", erklärt Solberg. Beim Antrieb vertraut Subaru indes weiter auf Bewährtes. Auf den für sie so charakteristischen Boxermotor (2,0-Liter- Vierzylinder mit Turbolader, offiziell 300 PS). "Der Motor war eine der Stärken des alten Impreza", bekräftigt Technikchef David Lapworth. "Wir haben aber im Umfeld einiges verbessert, von der Luftführung bis zur Gewichtsverteilung." Der bei Ford Focus, Citroën C4 und Suzuki SX4 bei ihren vorn quer eingebauten kompakten Reihen-Vierzylindern angewandte Trick, das Triebwerk zwecks besserer Gewichtsverteilung um 15 Grad nach hinten geneigt einzubauen, geht mit dem breiteren Subaru-Boxer allerdings nicht. Egal: "Weil das Fahrzeugheck jetzt kürzer ist, haben wir mehr Masse zwischen den Achsen", erklärte Lapworth, "dadurch verbessert sich die Gewichtsverteilung beinahe automatisch."

 

Autor: Christian Schön

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.