Subaru Impreza WRX

Subaru Impreza WRX Subaru Impreza WRX

Subaru Impreza WRX

— 18.02.2003

Noch mehr Dampf im WRX

Von wegen brave Marke für Jagdschein-Inhaber: Der neueste Impreza WRX weckt selbst bei disziplinierten Fahrern den verborgenen Rallye-Piloten.

Noch bessere Basis für den Rallye-Sport

Der überarbeitete Subaru Impreza hat seine Feuertaufe schon hinter sich: die Rallye Monte Carlo. Mit einem Sieg hat es dort diesmal nicht geklappt, obwohl das Auto so gut vorbereitet war wie lange nicht.

Ein erklärtes Ziel bei der Veränderung der Modellreihe war von vornherein, den Impreza zu einer noch besseren Basis für den Rallye-Sport zu machen. Äußerlich blieb es hier bei ein paar Retuschen: breitere Kotflügel, größere Lufteinlässe, veränderte Stoßfänger, auffälligere Scheinwerfer. Man muss allerdings schon genau hinschauen, um den neuen Jahrgang vom Vorgänger zu unterscheiden – der Impreza steht jetzt vielleicht etwas selbstbewusster auf den Rädern.

Auch unter dem Blech gab es keine spektakulären Änderungen. Das Layout mit dem Boxermotor und dem permanenten Allradantrieb ließ Subaru aus gutem Grund unangetastet. Dafür steckten die Japaner aber eine Menge Feinarbeit ins Detail.

Motor, Fahrleistungen und Fahrwerk

Das sind Dinge wie eine merklich steifere Karosserie, Gewichtsersparnisse, neu abgestimmte Dämpfer und eine verbesserte Lenkpräzision. Und den von AUTO BILD alles allrad gefahrenen sportlichen Spitzen-Versionen WRX und WRX STi wurden noch gehörig die Krallen geschärft.

"Unsere Fahrer wollten mehr Leistung, mehr Drehmoment und ein besseres Ansprechverhalten", sagt Masaru Katsurada, der Chef des Rallye-Projekts, lächelnd. "Also haben sie das bekommen." Schön, dass wir auch etwas davon haben. Im WRX braucht der Zweiliter-Turbo jetzt Super Plus, besitzt natriumgefüllte Ventile und ein neu abgestimmtes Motor-Management. Macht zusammen 300 Nm bei 4000 Touren und 225 PS – sieben mehr als bisher.

Klingt nur nach einer kleinen Dosis, hat aber große Wirkung. Der Boxer geht wacher und entschlossener zu Werke, immer auf dem Sprung. Er brabbelt angenehm, klingt nur beim Ausdrehen metallisch-aufgeregt. Den Sprint von null auf 100 schafft der WRX jetzt in 5,9 Sekunden, er rennt maximal 232 km/h. Dabei bleibt er ganz das, was er immer war: Ein unauffälliges, kompaktes Auto. Er liegt ausbalanciert und agil auf der Straße, lenkt präzise ein, federt durchaus noch anständig und bleibt auch in heftigen Kurven friedlich und zahm.

Hart, laut, schnell, sehr schnell: WRX STi

Davon kann beim WRX STi dann keine Rede mehr sein. Der tritt mit 265 PS und 343 Nm bei 4000 Touren an, sprintet in 5,5 Sekunden auf 100 und stürmt zum Höchsttempo von 244. Das klingt nach keinem großen Unterschied zum WRX, ist aber einer. Der STi fährt sich wie ein völlig anderes Auto: hart, laut, schnell. Sehr schnell.

Unter 3000 Touren tut sich auch bei ihm nicht viel, aber dann beißt der Turbo erbarmungslos zu und schiebt den Subaru gewaltig an. Anders als der WRX liegt der STi unruhig, nervös wie ein tänzelndes Rennpferd. Er wittert die Kurven, dreht sich gierig ein, immer auf die nächste Biegung lauernd. Der Boxer dreht bis fast 8000 Touren und kreischt dabei hysterisch – und schon fühlst du dich wie der vierfache Champion Tommi Mäkinen.

Naja, fast jedenfalls. Wie ein Rallye-Bolide sieht der WRX STi mit seinem gewaltigen Heck-Leitwerk und den goldenen Alufelgen auf den ersten Blick ja auch aus. Auch das Cockpit haben die Subaru-Designer ganz nett hergerichtet, dazu gibt es knackigharte Sitzschalen. Und wo man auch hinguckt, findet man Liebe zum Detail und blitzsaubere Verarbeitung.

Preise und Technische Daten

Wie bisher gibt es für die Impreza zwei Karosserie-Varianten: viertürige Limousine und fünftüriges Schrägheck, auch für den WRX. Nur der WRX STi kommt grundsätzlich mit Stufenheck und Spoiler. Neben den Turbomotoren bleiben die beiden zahmeren Boxer im Programm: der Basis-1,6-Liter mit 95 PS und der Zweiliter-Sauger mit 125 PS. Die Ausstattung ist von Beginn an komplett, schon der fünftürige Einstiegs-Impreza 1.6 TX hat Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel und manches mehr an Bord. Ab 2.0 GX gibt es dann Alu-Räder und Klima-Automatik serienmäßig, WRX und WRX STi verfügen über weitere Extras wie Teil-Lederausstattung.

Die Preise für den renovierten Impreza beginnen bei 17.950 Euro für den 1.6 TS (nur Fünftürer) und enden bei 38.150 Euro für den WRX STi; der WRX (Viertürer) kostet 29.250 Euro und der WRX Sportkombi 31.350 Euro. Ganz bestimmt nicht zu viel Geld für den gebotenen Fahrspaß.

Technische Daten Subaru Impreza WRX 4-Zylinder-Boxer-Benziner, vorn längs • 4 Ventile pro Zylinder • Hubraum 1994 cm3 • Leistung 165 kW (225 PS) bei 5600/min • maximales Drehmoment 300 Nm bei 4000/min • 5-Gang-Schaltgetriebe ohne Untersetzung • permanenter Allradantrieb über Zentraldifferenzial mit Viskobremse, Hinterachsdifferenzial sperrbar • vorn Einzelradaufhängung an Dreieckslenkern, Schraubenfedern und Stabilisator • hinten Einzelradaufhängung an Längs- und Querlenkern, Schraubenfedern, Stabilisator • LxBxH 4415x1740x1440 mm • Radstand 2525 mm • Wendekreis 11 Meter • Leergewicht 1415 kg • Zuladung 435 kg • Höchstgeschwindigkeit 232 km/h • 0–100 km/h in 5,9 s • Verbrauch 9,2 l Super/100 km (Herstellerangabe) • Preis 29.250 Euro (4-Türer)

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