Subaru Impreza WRX von Daniel Marques

Subaru Impreza WRC von Daniel Marques Subaru Impreza WRC von Daniel Marques

Subaru Impreza WRX von Daniel Marques

— 19.07.2005

Blaudruck

Subaru WRC-Fan Daniel wollte ein passendes Auto. Kein Problem: Impreza WRX gekauft, Spoiler montiert, Lack in WRC-Blau drauf – und dem Boxermotor mehr Druck.

Wunschmodell vor der Haustür

Daniel Marques ist ein begeisterter Rallye-Fan. Seit Jahren besucht er fast jeden Rallye-WM-Lauf in Europa. Wenn man ihn an der Strecke sieht, dann meistens in Blau und mit einer großen Subaru-Fahne in der Hand. Seitdem die Japaner mit der Impreza-Limousine als WRC im Jahre 2002 antraten, ist Daniel von dem Boliden begeistert. "Ab diesem Zeitpunkt schränkte ich meine Rallye-Besuche etwas ein. Denn ich wollte mir unbedingt einen solchen Impreza kaufen und diesen dann dem WRC nachbauen", so der Schweizer.

Nachdem er dann 2003 seinen Corrado VR6 gut verkauft hatte, ging er auf die Suche eines Impreza WRX STi Baujahr 2002. Denn dieses Modell gefällt Daniel wegen der runden Scheinwerfer besonders gut. Da in der Schweiz sehr viele Subarus zu sehen sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis er in irgendeiner Garage (Garage heißt Autohaus in der Schweiz) das passende Exemplar finden würde. Und siehe da, nur ein paar Kilometer von seinem Wohnort Genf entfernt, stand ein gut erhaltenes Modell, genau nach seinen Wünschen.

Schnell waren Limo zugelassen und erste Ideen für einen Umbau zusammengetragen. Original-WRC-Teile waren nicht zu bekommen, also mußte sich Daniel einen Tuner suchen, der ihm seine dickeren Kotflügel und Spoiler anfertigte. In der Firma LS Koncept fand er nach ein paar Wochen endlich die Lösung. "Man fertigte mir dort die Teile so, wie ich sie haben wollte. Am Ende waren die Kotflügel sogar um einige Millimeter breiter als beim Original-WRC", freut sich der Schweizer.

Extradicke Endrohre links und rechts

Der Kit von LS Koncept umfaßte also einen Satz dicke Kotflügel vorne und hinten, ein Paar Aufsätze für die hinteren Türen, eine Heckschürze und eine Frontschürze mit jeder Menge Luftein- und Auslässen. Auf einen WRC-Heckspoiler verzichtete Daniel zunächst. Denn ein Aluflügel paßt nicht zum Konzept, ein Original-WRC-Teil war nicht aufzutreiben, und "den Serien-WRX-Spoiler fährt jeder", meint er.

Trotz des fehlenden Heckleitwerks macht der Subaru eine gute Figur. Das liegt aber auch an den anderen Umbauten. So zieren das Heck ein paar Klarglas-Rückleuchten, eine cleane Heckklappe sowie eine Tsudo-Sportauspuffanlage unter dem Carbon-Diffusor mit je einem extradicken Endrohr links und rechts.

Ein weiteres Highlight ist das Räderwerk. Daniel verbaute dabei Leonhardiritt-Rundlinge Typ Lance in der Dimension 9x19 Zoll ET 15 rundum. Darauf spannte er Bridgestone-S03-Pneus im Format 235/35. Durch die geringe Einpreßtiefe waren keine Distanzscheiben nötig, um die üppigeren Radhäuser auszufüllen. Apex-Sportfedern senken die Karosserie rundum 50 Millimeter ab. Bevor sich der Impreza-Fan an den Motor und den Innenraum machte, besorgte er sich vom Subaru-Importeur ein paar Liter der Original-WRC-Farbe und ließ damit seinen Impreza vom Lackierer besprühen.

Der Mix macht den herrlichen Boxer-Sound

Klar, daß Daniel auch in Sachen Leistung dem Rallye-Original in nicht viel nachstehen wollte. So montierte er eine geänderte Motorelektronik und ein Blow-off-Ventil. Zusammen mit der Sportauspuffanlage ab Kat ergibt das zirka 290 PS und einen herrlichen Boxer-Sound.

Das Interieur dagegen kann mit dem WRC-Auto nicht ganz mithalten. Schalensitze, Überrollkäfig und Hosenträgergurte – weit gefehlt. Dafür findet man etwas Wagenfarbe in der Mittelkonsole, eine Kenwood-DVD-Anlage mit großem Bildschirm, einen 30er-Subwoofer im Kofferraum sowie ein paar Zusatzinstrumente wie Öltemperatur und Öldruck.

Daniel ist aber mit seinem Projekt noch nicht ganz fertig. Wie beschrieben, fehlt der Original-WRC-Heckflügel. Ein Schreiben zum WRC-Team Prodrive nach England ist bereits unterwegs. "Ich zahle jede Summe", gibt Daniel zu. Mal sehen, vielleicht taucht der blaue Impreza bei den letzten Schweizer Treffen des Jahres mit dem Original-Geflügel auf.

Autor: Guido Naumann

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