Subaru Outback 2.5

Subaru Outback 2.5 Subaru Outback 2.5

Subaru Outback 2.5

— 27.04.2004

Weiter auf der Erfolgswelle

Vor sieben Jahren eröffnete der Outback das Segment der höher gelegten Allrad-Kombis. Volvo, Audi und nun Alfa Romeo folgten. Der Outback will mit der zweiten Generation wieder vorn sein.

Gemäßigt rustikale Offroad-Optik

Outback, der australische Begriff für die ländliche Einöde, steht beim japanischen Allradspezialisten Subaru seit 1997 für einen Legacy Kombi, der es in sich hat. Die höher gelegte Karosserie befähigte schon diesen ersten Outback, notfalls auch dort selbst zu fahren. Weitere Unterschiede zum Straßen-Legacy waren anders geformte Stoßfänger und Schwellerleisten für bessere Böschungswinkel im Gelände.

Dass dabei auch eine gemäßigt rustikale Offroad-Optik entstand, war durchaus Absicht und brachte dem Outback vor allem in den USA respektable Verkaufszahlen ein. Subaru bleibt dem Grundkonzept des ersten Outback in der zweiten Generation treu. Der neue kommt mit höher gelegter Karosserie, größeren Rädern und anderen Kunststoffteilen. Dennoch hat sich viel getan. Auch der neue Straßen-Legacy tritt anders auf als sein Vorgänger: scharfkantiger, ernsthafter.

Der neue Outback-Ableger zeigt unmissverständlich, dass in der hauseigenen Design-Abteilung ein frischer Wind weht. So fällt das Trimmen der Karosserie in Richtung offroad viel weniger deutlich aus als beim Vorgänger. Kaum mehr als die großen Nebelscheinwerfer im Stoßfänger fallen als Abgrenzung zum Normal-Legacy ins Auge.

Geschmackvolles, modernes Interieur

Die um 40 Millimeter auf 190 Millimeter Bodenfreiheit geliftete Karosserie ermöglicht es, auch Wald-und Forstwege zu befahren. Manch echter Geländewagen wie etwa der Hyundai Terracan bietet hier nicht mehr. Sobald der Boden aber uneben wird, muss sich der Outback-Fahrer vorsehen. Sehr schnell schürft vor allem die tief heruntergezogene Frontschürze am Boden.

An Allradtraktion mangelt es dagegen nur selten. Der Outback marschiert auch auf sehr rutschigem Untergrund tapfer voran, wobei ihm sein nicht allzu hohes Gewicht hilft. Sein Allradsystem mit Ölbad-Lamellenkupplung bevorzugt die Vorderräder. Erst wenn diese durchzudrehen beginnen, erhält auch die Hinterachse zunehmend Kraft. Dieses – hier wirksam und reaktionsschnell funktionierende – System hat allerdings nur die Automatik-Version mit Vierzylindermotor. Und damit auch der Testwagen. Der Outback 2.5 mit Schaltgetriebe verteilt die Kraft stattdessen über ein Zentraldifferenzial mit 50:50-Kraftaufteilung und zentraler Viskobremse.

Auch auf der Straße arbeitet der Allradantrieb stets unauffällig und reaktionsschnell. Man ist für jedes Wetter gerüstet. Und so fühlt man sich auf Reisen in kälteren Jahreszeiten sehr wohl. Zum Wohlbefinden tragen auch der bei ruhiger Fahrweise unaufdringliche Motorklang und der ansprechend gestaltete Innenraum bei. Der Outback wirkt innen geschmackvoll und modern, keinesfalls plüschig.

Kosten und Ausstattungen

Komfortfans bedient zwar der kultivierte Motor und die sämig agierende Automatik. Der Federungskomfort enttäuscht dagegen. Der Outback liegt satt, aber straff auf der Straße. Die ebenso straffen Sitze können wellige Straßen auch nicht mildern. Positive Kehrseite der straffen Auslegung: Dieser Subaru lässt sich bei Bedarf höchst dynamisch über gewundene Bergstraßen treiben. Er lenkt spontan ein und fühlt sich stets sportlich leichtfüßig an. Fragt sich nur, ob das die treue Subaru-Kundschaft als besonders erstrebenswert erachtet.

Fazit und Technische Daten

Fazit Aufbruch in ein neues Zeitalter bei Subaru. Der neue Outback zeigt, wohin die Reise beim japanischen Allradspezialisten gehen soll: modernes Design und mehr Sportlichkeit. Konsequent wurde dies auch beim neuen Outback umgesetzt. Er überzeugt mit agilem Fahrverhalten, erkauft durch ein betont straffes Fahrwerk. Der in Verbindung mit der Viergang-Automatik nur zurückhaltend antretende Blubber-Boxer passt nicht wirklich zum sportlichen Anspruch. Er ist eben ein Relikt aus der gemütlichen Zeit bei Subaru. Das ändert nichts am Fazit: Wie schon der Vorgänger eignet sich auch der neue Outback für Leute, die ein Auto mit Bodenfreiheit brauchen, aber keinen Geländewagen wollen.

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