Supersportwagen-Ausblick

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Supersportwagen-Ausblick

— 02.08.2007

Dem Himmel so nahe

Willkommen im Reich der absoluten Exklusivität und vierstelligen PS-Zahlen. Wem Porsche, Ferrari und Lamborghini zu profan erscheinen, dürfte in dieser Runde fündig werden. Nur Geld darf auch hier keine Rolle spielen.

Für vermögende Exhibitionisten wird die Luft in Sachen Individualität immer dünner. Kaum hat man sich für den passenden Ferrari oder Bentley entschieden, steht der Nachbar mit dem Objekt der Begierde schon vorm Stamm-Juwelier. Selbst Gumpert Apollo oder Saleen S7 sind mittlerweile unter Sportwagen-Liebhabern bekannt. Was also tun, um sich aus der immer elitärer werdenden Blechlawine noch hervorzuheben? Zahlreiche kleine Schmieden haben sich zu dieser "Problematik" Gedanken gemacht und präsentieren ausgefallene Exoten mit unterschiedlichster Zielsetzung. Die einen streben nach dem Geschwindigkeitsrekord, die anderen beleben alte Traditionen, wieder andere schockieren mit fragwürdigem Design. Allesamt verschieben sie mit wahnwitzigen Leistungsdaten sowie individueller Optik (positiv wie negativ) die automobile Stratosphäre ein gutes Stück weiter nach oben. Für uns Normalverdiener bleibt da nur, wie sonst auch, die Träumerei – und die glückliche Erkenntnis, dass uns der Stoff dafür wohl niemals ausgehen wird.  

Spezielles Styling beim Antas: Die Karosserie trägt Stilelemente aus den 30er Jahren.

Faralli & Mazzanti Antas:
Faralli & Mazzanti restaurieren eigentlich Oldtimer. Mit dem spektakulären Antas wagen sich die Italiener jetzt ins Neuwagengeschäft. Unter der Haube brüllen ein Zehnzylinder aus dem BMW M6 oder ein Zwölfzylinder aus dem Ferrari 599 GTB. Die Karosserie trägt Stilelemente schneller 30er-Jahre-Sportwagen stolz zur Schau. Lightning GT: 700 PS und umweltfreundlich? Der Lightning GT verbindet Gegensätze. Vier an den Radnaben angebrachte Elektromotoren sollen gute Fahrleistungen und 400 Kilometer Radius bringen. Der Motorsound wird virtuell erzeugt. Mager: 210 km/h Spitze. Bristol Fighter R: Ein mit zwei Turboladern zwangsbeatmetes Viper-Triebwerk powert den Bristol Fighter T. Mittels Sechsgang-Handschaltung soll die britische Alu-Carbon-Flunder 360 km/h rennen.  

SSC Ultimate Aero TT: Den Bugatti Veyron im Visier, jagt die Firma SSC aus USA den Höchstgeschwindigkeitsweltrekord. Wahnwitzige 460 km/h sollen mit dem eigens gebauten 1200-PS-Motor möglich sein. Amerikanische Journalisten attestierten dem turbobefeuerten Ultimate Aero TT bereits ein bestechendes Handling – glaubhaft angesichts des Gewichts von 1250 Kilogramm. Ascari A10: Ascari klingt italienisch, tatsächlich wird der A10 aber im englischen Oxfordshire hergestellt – 50 Stück sind vorgesehen. Im schnittigen Insel-Renner pocht ein deutsches Herz: Mittig montiert, hält ein modifizierter V8 aus dem alten BMW M5 reichlich Spurtkraft bereit. Weber Sportscar: Jedem Sportwagenfan läuft angesichts dieser Eckdaten das Wasser im Mund zusammen: 900 PS aus einem 7,0-Liter-V8-Kompressor, Carbonkarosserie mit 1100 Kilo Trockengewicht, Allradantrieb, 12-Kolben-Keramikbremsen. Der Sportscar aus der Schweiz hat das Zeug zum Traumwagen – rein theoretisch zumindest.  

Melling Hellcat: Rein theoretisch könnte der Hellcat über 500 km/h rennen. Aus "praktischen" Gründen gesteht man ihm aber "nur" 443 km/h zu. Möglich macht das ein mit vier Turboladern aufgepeppter Zehnzylinder. Russo Baltique Impression: Russo Baltique hat schon vor 100 Jahren Nobelkarossen gefertigt. Viele wurden während der russischen Revolution zerstört, entsprechend ist die Marke kaum bekannt. Der Impression haucht der tot geglaubten Marke neues Leben ein. Als Kraftquelle dient ein Mercedes-V12. Das mondäne Interieur quillt vor Holz und Leder über. 2008 soll die Produktion beginnen – 15 Exemplare sind geplant. Locus Plethore: In diesem kanadischen Renner arbeitet bärenstarke USA-Technik. Ein V8-Rennaggregat von GM ist in vier Leistungsstufen erhältlich – zwischen 550 und 1000 PS stark. Mehr als genug für die leichte Carbon-Karosse. Mit mittiger Fahrerposition im McLaren-Stil.  

Standesgemäß: Der Spyker wird über Flügeltüren mit rahmenlosen Scheiben geentert.

DiMora Natalia
SLS 2: Mit dem Natalia SLS 2 will die US-Firma DiMora den schnellsten Luxus-Liner der Welt bauen. Video-Projektoren in den Scheinwerfern und automatischer Flaschenentkorker machen Eindruck, die Optik kaum. Spyker C12 Zagato: Wenn sich Spyker und Zagato zusammentun, muss unter dem Strich ein Kunstwerk rauskommen. Einmal im lichtdurchfluteten Cockpit des C12 Zagato angekommen, kann der Pilot einem Audi-W12 mit bis zu 650 Kompressor-PS die Sporen geben. Oder einfach nur das atemberaubende Interieur genießen.

In der Bildergalerie warten diese und noch zwei weitere Leckerbissen: der Caparo T1 und der Leblanc Mirabeau!

Autor: Frank Wiesmann

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