Supersportwagen: Die Zukunft — 14.04.2010
Wettrüsten in der Sportler-Liga
Das Wettrüsten in der Liga der Supersportwagen geht weiter, spannende Duelle stehen uns auch in den nächsten Jahren bevor. Dabei werden die Boliden nicht nur stärker und schneller, sondern auch leichter und sparsamer.
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Besonders rasant bei Ferrari und Lamborghini. Noch haben die Roten aus Maranello stückzahlmäßig die Nase mit Abstand vor dem Rivalen aus Sant'Agata. Doch die holen langsam auf und werfen mit der Neuauflage des Murciélago den Ferraristi erneut den Fehdehandschuh vor die Werkstore. Der neue Lambo ist eine einzige Kampfansage an die Konkurrenz: Noch geduckter, noch sprungbereiter kauert er auf der Straße. Obwohl die kantigen Züge einem milderen Design gewichen sind, spiegelt die Karosserie pure Dynamik wider. An der Front bleibt es bei den großen Lufteinlässen, der Vorderwagen baut jedoch kürzer. Am Heck fließen Elemente der Viertürerstudie Estoque ein, besonders die neu gestalteten Rücklichter verleihen dem Lambo nicht nur im Dunkeln eine nachhaltige Präsenz. Aus 12 Zylindern und 6,5 Liter Hubraum mobilisiert der Jota, so der wahrscheinliche Name, mindestens 700 PS. So interpretieren die Italiener mal eben Efficient Dynamics – ganz ohne Turboaufladung oder Direkteinspritzung. Über 350 km/h und glatte drei Sekunden für den Sprint werden erwartet.Übersicht: Alle News und Tests zu Ferrari
Ferrari reagiert mit dem Nachfolger des Enzo auf die Herausforderung. Schon Nummer eins war eine technische Meisterleistung, die zweite Auflage wird noch besser. Während auf dem Genfer Salon ein 599 GTB Fiorano – ganz in Grün – mit zusätzlichem E-Motor und Batteriepack an der Hinterachse den Öko-Sportler hervorkehrte, setzt der neue Enzo auf konventionelle Verbrennung. Derzeit sind beim Projekt F 70, so der Codename, zwei Antriebsversionen in Erprobung: ein aufgeladener 4,5-Liter-V8 mit etwa 700 PS, welcher der Downsizingvorgabe sicher näher kommt als ein Turbo-V12 mit 800 PS. Übertragen wird die Kraft per Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterräder. Hybridunterstützung mit zusätzlichem E-Motor und Batterien würde das deklarierte Gewichtsziel torpedieren, ergibt aber Sinn beim Kraftstoffsparen und der CO2-Senkung. Daher werden wohl auch eine Start-Stopp-Automatik und eine Bremsrückgewinnung an Bord sein. Zukunftsmusik? Keineswegs. News und Tests zu BMW
Auch bei BMW wird fleißig an der Vollendung eines Supersportlers gearbeitet. Vor allem in technischer Hinsicht lehnt sich der Z10 ED an die IAA-Studie Vision Efficient Dynamics von 2009 an. BMW will, anders als etwa die reinen Sportwagenhersteller, seine Sparphilosophie konsequent in alle Baureihen einfließen lassen. So wird der Z10 über modernste Umwelttechnologie verfügen: Zwei Elektromotoren – je einer an Vorder- und Hinterachse – mit zusammen 120 kW Systemleistung, Lithium-Ionen-Batterien, Start-Stopp-Automatik, extremer Leichtbau und Achtstufenautomatik. Dazu gesellt sich ein Verbrennungsmotor, der als aufgeladener Reihensechszylinder rund 350 PS bereitstellt. Mit 513 PS und weniger als 1400 Kilo Gewicht soll der Viersitzer in weniger als vier Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten. Die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 300 km/h begrenzt, beim ECE-Normverbrauch ist eine Vier vor dem Komma angepeilt.
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Ein 500 PS starker 3,6-Liter-V8 wird von drei Elektromotoren unterstützt, unterm Strich ergibt sich eine Gesamtleistung von 718 PS. Das reicht für 320 km/h Spitze und eine Beschleunigungszeit von 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Sparsam soll die 1490 Kilogramm leichte Flunder aber auch sein: Mit einem – wenngleich eher akademischen – ECE-Normverbrauch von 3,0 Litern und einer CO2-Emission von 70 g/km dürfte die Zuffenhausener Wunderwaffe der sauberste Supersportler der Welt sein. So weit wird es die nächste Corvette (noch) nicht bringen. Die Amis bauen auch bei der nächsten Generation auf die klassische Tugend im Motorenbau – Hubraum, und davon möglichst viel. Das Thema Downsizing ist jenseits des Großen Teichs etwa so populär wie das Ausfüllen einer Steuererklärung. Stilistisch dürfte sich eine C 07 an der im Februar 2009 enthüllten Studie Corvette Concept Vision orientieren – einer modernisierten Form der Stingray mit der typischen Stachelrochenoptik beim Blick aufs Dach.
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Zwar beteuern die Verantwortlichen, dass man diese nur als Vorlage für den Kinofilm "Transformers" gebaut habe. Tatsächlich aber passt die futuristische Optik perfekt zu einer Vette Baujahr 2014. Sofern dem Mutterkonzern GM nicht das Geld ausgeht, wäre folgendes Szenario denkbar: Antrieb wie gehabt mittels 6.2-V8 (zirka 680 PS), dazu ein kleinerer E-Motor, Start-Stopp-Automatik und Bremsenergie-Rückgewinnung sowie ein leichtes und kompaktes Doppelkupplungsgetriebe, welches dem Mordsdrehmoment standhält. Durch gezieltes Abspecken könnten bis zu 80 Kilogramm eingespart werden. Über 350 km/h Spitze wären drin, bei geringerem Verbrauch als bei der aktuellen ZR1. So oder so können dann Lamborghini und Ferrari wieder nicht vorbeiziehen. Kommentar verfassen











































Kommentare zum Artikel (16)
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@joey
das thema ist kritisch. ich muss schon sagen ferrari gibt ind den letzten jahren mächtig stoff.
ein v12 saugmotor mit 860 ps bei 9500 toren im fxx evolution, eine literleistung von 127 ps/l im 458... das ist schon große klasse. besonders nachdem ich die nordschleifenzeit von 6:58,16 min des 599 xx erfahren habe, dachte ich mir auch meinen teil.
man muss porsche aber auch die 7:30 mit einem 450 PS 6-Zyl. hoch anrechnen.
ferrari rangiert aber aufgrund der 12-zylindern in einer anderen liga.
Der 918 Spyder ist das schönste Auto in meinen Augen
Wie spannende Duelle? Ist doch gaaaaannnz einfach
Es gibt den Enzo (Nachfolger),
und dann den genannten Rest, aber die können sich ja duellieren.
das kann man übrigens aber so nicht vergleichen, da die reifenentwicklung enorm ist und die alten CGTs und enzos heute noch schneller wären mit neuen gummis. übrigens ist ganz klar dass zb ein cgt schneller könnte, man aber auch da einen kompromiss beim setup eingeht um normalfahrer nicht so überfordern. sagt röhrl selbst.
@P4: sind sie mit ferrari verheiratet? :D
ferrari ist porsche ganz sicher nicht überlegen. sie sind gut, aber porsches fahren gleiche oder bessere rundenzeiten mit deutlich weniger motorleistung. der enzo ist minimal schneller auf der nordschleife als ein CGT laut einem test von einem englischen magazin aber der hat auch deutlich mehr ps, wiegt weniger da er weniger komfort bietet und außerdem kein cabrio ist. der neue gt2 bzw der ganz neue gt 3 rs fahren zeiten um 7:30 auf der nordschleife, also auch so schnell wie der CGT und fast so schnell wie der enzo.