SUV als Zugpferde

BMW X3 Mitsubishi Outlander

SUV als Zugpferde

— 29.08.2008

Probleme am Haken

SUV sind schick und machen auch im Gelände eine gute Figur. Aber eignen sie sich per se als Zugfahrzeug? Der ADAC hat es überprüft und erhielt wenig überzeugende Ergebnisse.

Für viele Autofahrer scheint der SUV das automobile Allheilmittel zu sein: Hohe Sitzposition, flexibler Innenraum, bei Bedarf geht auch mal ein Feldweg als Abkürzung. Dabei bleibt die CO2-Debatte weitgehend unbeachtet. Doch eignen sich die SUV auch als Zugpferde? Der ADAC hat sechs Mittelklasse-SUV auf ihre Eignung als Zugmaschine getestet. BMW X3, VW Tiguan, Mitsubishi Outlander, Opel Antara, Hyundai Santa Fe und Honda CR-V traten an – mit unterschiedlichem Erfolg. Nur der VW und der BMW erhielten das Testurteil gut mit einem 1600 Kilo schweren Caravan am Haken. Den Testsieg verbuchte der Tiguan. Er überzeugte mit moderatem Verbrauch, wegklappbarer Anhängerkupplung und gutem ESP mit Anhängerstabilisierung. Zusätzlich hat der Wolfsburger eine Hill-Hold-Funktion und eine elektromechanische Feststellbremse an Bord. Einziger Mangel: Keine Ladestromleitung bei der Anhängersteckdose. Knapp dahinter landet der X3: Der Verbrauch liegt etwas höher als beim Tiguan und der Kofferraum ist nur mittelmäßig groß. Dafür hat auch er eine Berganfahrhilfe und das ESP.

Viermal nur "befriedigend"

Alle anderen Testkandidaten erhielten nur ein "Befriegend". An dritter Stelle landet der Mitsubishi Outlander, dem die Tester eine vorbildliche Verkabelung der Anhängersteckdose, aber wenig Fahrstabilität mangels Anhänger-ESP bescheinigen. Auch das Anfahren am Berg fällt dem Outlander-Gespann schwer. Durchgängig Mittelmaß lautet das Urteil zum Opel Antara – einzig das Anhänger-Programm im ESP konnte überzeugen. Der Hyundai Santa Fe überzeugt mit viel Platz und hoher Zuladung, der Verbrauch im Gespann ist mit 13,8 Litern aber deutlich zu hoch. Am Ende des Feldes landete der Honda CR-V, der laut ADAC bei Fahrkomfort, Zuladung und Anhängevorrichtung verbesserungsfähig erschien, auch die Fahrstabilität konnte trotz Anhänger-ESP nicht überzeugen. Bei den Anhängersteckdosen war allein die Lösung von Mitsubishi gut, der als einziges Fahrzeug im Test über eine Vollverkabelung mit Dauerplus und Ladestromleitung verfügt. Den anderen Testteilnehmern riet der Verkehrsclub, hier schnell nachzubessern.

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