SUV-Coupés: Mercedes GLA Coupé, BMW X2 und Audi Q1

VW Golf SUV Illustration VW Tiguan Coupé Illustration Audi Q1 Illustration

SUV-Coupés: Mercedes GLA Coupé, BMW X2 und Audi Q1

— 28.07.2014

Ganz schön unvernünftig, diese Kleinen

Mercedes plant den GLA-Nachfolger auch als Coupé. Bei BMW nimmt der zweitürige X2 als feiner Bruder des X1 Gestalt an. Auch Audi setzt beim Q1 auf den eleganten Coupé-Look.

Wenn die Form schon wichtiger ist als die Funktion, dann bitte mit Stil. Kompakte SUV-Coupés fahren derzeit voll im Trend. Die zweiten Generationen von BMW X1 und Mercedes GLA sowie der kommende Audi Q1 kommen auch im begehrten Coupé-Look – unvernünftig aber en vogue!

Mercedes GLA Coupé: Der kleine Elegante 

Video: Mercedes GLA Coupé

Sportliches SUV für 2018

Irgendwann gehen Mercedes die Namen aus. Wie soll das Coupé auf Basis des GLA bitte heißen? GLS, GLE oder GLR? Da blickt doch keiner durch. Deshalb unser Tipp: GLA Coupé – ganz einfach, versteht jeder. Doch wir rechnen erst 2021 mit dem Crossover von Mercedes. Schuld am späten Einführungstermin ist die Tatsache, dass der aktuelle GLA ohnehin schon wie ein Coupé wirkt. Die zweite Generation des normalen GLA wird deshalb geräumiger. Die Kopffreiheit nimmt zu, der Ein- und Ausstieg gestaltet sich bequemer, der Kofferraum bekommt mehr Platz. Das Coupé übernimmt die Proportionen des aktuellen GLA, wirkt aber eleganter, sportlicher und – wie unsere Retuschen zeigen – eigenständiger. Das liegt vor allem am lang gezogenen Dachbogen mit der markanten Verglasung und der künftig noch breiteren C-Säule. Außerdem bekommen die GLA Coupés einen neuen Grill sowie Blinker- und Tagfahrlicht-Fackeln.

Neues Doppelkupplungsgetriebe mit neun Gängen

Video: Mercedes vs. Volkswagen

SUVs der Zukunft

Aus heutiger Sicht wird es das GLA Coupé nicht mit Plug-in-Hybridantrieb geben. Das flachere Dach verträgt sich nicht mit der angehobenen Sitzhöhe, die durch das je nach Ausführung zwischen 70 und 140 Millimeter hohe Batteriepaket bedingt ist. Neu ins Angebot kommt ein optimiertes Doppelkupplungsgetriebe mit neun Gängen und Freilauf. Mercedes wird für das GLA Coupé das Bordnetz auf 48 Volt umstellen (statt zwölf Volt), das energieintensive Verbraucher wie die Klimaanlage oder den elektrischen Turbolader mit Strom versorgt. Während für den GLA auch in Zukunft kein Dreizylinder vorgesehen ist, leistet der weiterentwickelte Zweiliter-Vierzylinder im AMG-Topmodell 408 PS. Ebenfalls neu sind Verstelldämpfer – für mehr Komfort oder Sportlichkeit, ganz wie der Fahrer will.

BMW X2: Zwei Türen weniger

Weniger ist mehr: Für den X2 will BMW einen Coupé-Zuschlag verlangen.

Noch ist die Projektnummer G47 – so heißt der X2 BMW-intern – Bestandteil der BMW-Modellplanung. Doch mit der Freigabe lassen sich die Bayern länger Zeit als erwartet. Die Ursache dafür vermuten Insider in einem neuen Spardiktat, mit dem Firmenchef Reithofer seine Rekordrendite absichern will. Vom Rotstiftbedroht ist übrigens nicht nur der X2, sondern auch die eine oder andere Mini-Abwandlung und die rivalisierende Dublette aus 3er GT und 4er Gran Coupé. Der X2 ist als Zweitürer ausgelegt. Damit unterscheidet er sich deutlich vom X1, wirkt sehr sportlich und passt eigentlich perfekt zur Marke. Trotzdem sind sich die weiß-blauen Macher ihrer Sache nicht so sicher, denn die meisten Kunden bevorzugen vier Türen. Den Evoque bestellt beispielsweise inzwischen nur jeder zehnte Käufer als Zweitürer. Ob sich der X2 als teures Topmodell mit Coupé-Zuschlag verkaufen lässt?

BMW X2 M mit 375 PS im Gespräch

Der Erfolg des Nischenautos hängt natürlich auch von der Auswahl der Motoren ab. Als besser ausgestattetes und besonders dynamisches Topmodell käme der X2 vermutlich problemlos ohne die im X1 angebotenen Dreizylinder-Einstiegsmotoren aus. Zu den optionalen Bausteinen, ohne die es nicht gehen wird, gehören dagegen der Allradantrieb, der Achtstufen-Selbstschalter (demnächst wohl als Doppelkupplungsgetriebe statt als Wandlerautomatik) und die Hochleistungsvarianten. Ganz oben sind ein milder gewürztes M-Performance-Modell oder ein supersportlicher X2 M mit dem 375 PS starken Biturbo-Vierzylinder im Gespräch.

Audi Q1: Kleiner Bruder des Q3

Kleiner Kraftmeier: Der Q1 kommt mit dicken Backen.

Der Audi Q1 ist unter dem Blech mit dem neuen Golf SUV baugleich (siehe Bildergalerie). Die Abmessungen unterscheiden sich damit kaum vom aktuellen VW Tiguan und dem Audi Q3. Kann das gutgehen? Damit der Q1 überhaupt einen Sinn ergibt, muss der Q3 in seiner nächsten Generation wachsen. Doch der Q1 wird nicht nur kompakter als der nächste Q3, sondern auch coupéhafter und sportlicher im Auftritt. Erste Skizzen zeigen eine charakterstarke Coupé-Silhouette mit großen Rädern, stark geneigter Windschutzscheibe, eckig ausgestellten Kotflügeln im Stil des Ur-Quattro und breiten, auffällig nach vorn gepfeilten C-Säulen.

Audi kontert mit 300 PS starkem RS Q1

Dass sich der Q1 im Technik-Baukasten nicht des kleinen A1 auf Polo-Basis bedient, hat gute Gründe: Die entsprechend vielseitigere Elektronik-Plattform von A3 und Golf bietet klare Vorteile in Bezug auf Infotainment- und neue Assistenzsysteme. Sogar bis hin zum teilautonomen Fahren, wie es heute schon die Mercedes S-Klasse kann. Die Kernmotorisierung des Q1 kennen wir vom aktuellen Q3. Heißt: Diesel und Benziner zwischen 140 und 211 PS. Neu für alle künftigen Q-Modelle sind die S- und RS-Derivate, die je nach Segment von doppelt aufgeladenen Dieselmotoren (SQ1 TDI mit 231 PS) oder von bärenstarken Benzinern (RS Q1 TFSI mit 300 PS) angetrieben werden. Es lebe der Sport, auch im kleinen SUV.

SUV-Coupés: Mercedes GLA Coupé, BMW X2 und Audi Q1

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