SUV-Vergleich: Zehn unter 20.000 Euro

— 16.05.2006

Der Preis ist heiß

Immerhin zehn Allrad-SUV für weniger als 20.000 Euro hat der deutsche Markt zu bieten. Darunter befinden sich auffällig viele Neuheiten.



Daihatsu Terios 1.5 (17.990 Euro)

Wer hätte das gedacht: Für weniger als 10.000 Euro gibt es tatsächlich schon einen wackeren Offroader mit Allradantrieb. Das Lada-Schnäppchen gibt's auf Seite sieben der großen AUTO BILD ALLES ALLRAD-Kaufberatung – den Anfang der günstigen SUV macht der Daihatsu Terios. Die erste Generation des Japaners war eher schmal geraten – was neben dem Raumangebot auch das Fahrverhalten beeinträchtigte. Dem hat Toyota-Tochter Daihatsu beim Nachfolger abgeholfen: Er ist 19 Zentimeter breiter, dazu 23 Zentimeter länger. Das schafft erstaunlich viel Platz: fünf statt vier Sitzplätze, der Knieraum hinten reicht für mittelgroße Erwachsene. Vorne sitzt man durchaus kommod – kein Kleinwagengefühl mehr. Die Verarbeitung ist ordentlich, die Bedienung mit wenigen großen Knöpfen einfach und mühelos.

Der auf immerhin 1,5 Liter gewachsene Vierzylinder-Benziner läuft bei niedrigen Drehzahlen ruhig, bemüht sich tapfer um Vortrieb. Durchzugs-Wunder darf man nicht erwarten – dafür kann man sich wundern, wie munter der Terios beim Ausdrehen der Gänge davonstürmt: Der Japaner ist ein richtiger kleiner Sportler geworden. Dazu paßt das knackige Fahrwerk. Komfortbewußte werden allerdings angesichts der straffen Federung die Nase rümpfen. Den vollwertigen, zeitgemäßen Permanent-Allrad übernimmt der neue Terios vom Vorgänger; fürs Gelände läßt sich das Zentraldifferential per Knopfdruck sperren. So kommt man ordentlich voran, denn der erste Gang ist halbwegs kurz übersetzt. Schade nur, daß beim Abschalten des im Gelände oft hinderlichen ESP auch die Schlupfregelung ihre Funktion einstellt.

Technische Daten Daihatsu Terios 1.5: 4-Zyl.-Reihen-Benziner, vorn längs • el. Benzineinspritzung • Hubraum 1495 cm³ • Leistung 77 kW (105 PS) bei 6000/min • Drehmom. 140 Nm bei 4400/min • 5-Gang-Schaltgetriebe od 4-Gang-Automatik ohne Geländereduktion • perman. Allrad über manuell sperrbares Zentraldiff. (v:h 50:50) • el. Schlupfregelung • Reifen 215/65 R 16 od. 235/60 R 16 • Länge/Breite/Höhe 4075/1745/1745 mm • Bodenfreiheit 200 mm • Leergewicht 1265 kg • Zuladung 480 kg • Anhängelast gebr. 1350 kg • Beschl. 0–100 km/h in 12,4s • Höchstgeschw. 160 km/h • Normverbrauch 7,9l/100 km Normal • Preis: 17.990 Euro

Fiat Panda Cross 1.3 JTD (16.750 Euro)

Ausschließlich mit einem winzigen 1,3-Liter-Turbodieselmotor kommt der neue Panda Cross frisch auf den deutschen Markt. Er basiert auf dem "normalen" Allrad-Panda, hat aber fünf Millimeter mehr Bodenfreiheit durch größere Räder, dazu wuchtige Stoßfänger, andere Lichter und zusätzlich eine elektronische Schlupfregelung an allen vier Rädern, die auf Tastendruck die Wirkung von Achssperren imitieren soll. Mit dieser Allrad-Ausstattung und auch dank des relativ niedrigen Gewichts kommt der Panda Cross beachtlich weit auf Schnee und im Gelände. Die Grenze setzt die trotz Höherlegung knappe Bodenfreiheit.

Der kurz ausgelegte erste Gang hilft, die deutlich spürbare Anfahrschwäche des kleinen Turbodieselmotors zu überwinden. So gelingt das Anfahren auch an steileren Auffahrten. Allerdings rumort der rußfilterlose Kleindiesel bei Autobahntempo beträchtlich, und oberhalb von 125 km/h wird die Beschleunigung zäh. Dafür versöhnen der ausreichende Federungskomfort und das zufriedenstellende Platzangebot auf den vorderen Sitzen. Hinten halten es Erwachsene allerdings nur kurz aus. Billig ist der Panda Cross nicht, dafür die Serienausstattung ansehnlich: Servolenkung, CD-Radio, Alufelgen, Klimaanlage, vier Airbags und mehr. Ein ESP gibt es allerdings nicht.

Technische Daten Fiat Panda Cross 1.3 JTD: 4-Zyl.-Turbodiesel, vorn quer • el. Common-Rail-Direkteinspritzung • Hubraum 1248 cm³ • Leistung 51 kW (70 PS) bei 4000/min • Drehmom. 145 Nm bei 1500/min • 5-Gang-Schaltgetriebe ohne Reduktion • perman. Allradantrieb über Viskokupplung (v:h 98:2 bis 50:50) • el. Schlupfregelung v+h • Reifen 175/65 R 15 • Länge/Breite/Höhe 3581/1611/1643 mm • Bodenfreiheit 165 mm • Leergewicht 1200 kg • Zuladung 335 kg • Anhängelast gebremst 900 kg • Beschleunigung 0–100 km/h in 18,0s • Höchstgeschwindigkeit 150 km/h • Normverbrauch 5,3l/100 km Diesel • Preis: 16.750 Euro

Fiat Sedici 1.6 (17.990 Euro)

Gebaut wird der Sedici (italienisch für sechzehn) im ungarischen Suzuki-Werk zusammen mit dem technischen Bruder Suzuki SX4 – und ist auch sonst ein fast reinrassiger Japaner. Das gilt erst recht für den preisgünstigen Benziner mit 1,6-Liter-Suzuki-Motor. Der ca. 1500 Euro teurere 1.9-Turbodiesel mit 120 PS und Rußfilter stammt dagegen samt Sechsganggetriebe tatsächlich von Fiat, sprengt aber damit den 20.000-Euro-Rahmen.

Das erste Fiat-SUV fährt sich handlich, straff, reaktionsschnell, parkt sich dank kompakter Abmessungen problemlos – richtig italienisch also. Dennoch können auch im Fond Erwachsene sitzen. Der 1.6-Benziner mit brav antretenden 107 PS gibt sich drehfreudig mit ausreichenden Reserven, aber wenig Durchzugskraft. Dank genügend Bodenfreiheit sind auch kleinere Ausflüge ins Gelände drin. Die pfiffige Allrad-Kraftverteilung arbeitet vor allem auf Schnee ausgezeichnet. Serienmäßig gibt es die elektronische Fahrhilfe ESP.

Technische Daten Fiat Sedici 1.6: 4-Zyl.-Reihen-Benziner, vorn quer • el. Benzineinspritzung • Hubraum 1586 cm³ • Leistung 79 kW (107 PS) bei 5600/min • Drehmoment 145 Nm bei 4000/min • 5-Gang-Schaltgetriebe ohne Reduktion • perman. Allrad über el. gereg. u. manuell verstellbare Mehrscheibenkupplung (v:h 100:0 bis 50:50); Heckantrieb abschaltbar • Reifen 205/60 R 16 • Länge/Breite/Höhe 4115/1755/1620 mm • Bodenfreiheit 190 mm • Leergewicht 1350 kg • Anhängelast gebr. 1200 kg • Beschleunigung 0–100 km/h in 16,5s • Höchstg. 170 km/h • Normverbrauch 7,1l/100 km Super • Preis: 17.990 Euro

Suzuki SX4 1.6 (17.490 Euro)

Fiat sieht den bei Suzuki entwickelten und für Europa im ungarischen Magyar-Suzuki-Werk gebauten Sedici als echtes SUV und bietet ihn nur mit Allrad an. Suzuki sieht das gleiche Auto als Crossover zwischen SUV und Pkw – daher gibt es den SX4 auch ohne Allrad. Dabei ist gerade der Allradantrieb eine der Stärken des japanisch-ungarisch-italienischen Produkts: Das pfiffige System basiert auf einer elektronisch geregelten, elektromagnetisch vorgesteuerten und zusätzlich mechanisch drehmomentabhängig aktivierten Lamellenkupplung. Es wartet nicht erst, daß die starr angetriebenen Vorderräder durchdrehen, sondern stellt nach Maßgabe zahlreicher Parameter je nach Fahrsituation schon aktiv vorbeugend Kraft nach hinten durch.

Die elektronische Schlupfregelung ist kein echtes Traktionshilfsmittel, sondern nur eine Zusatzfunktion des ESP; daher geht sie außer Betrieb, wenn man das im Gelände wegen des drosselnden Motoreingriffs oft hinderliche ESP abschaltet. Die Karosserie überrascht mit guten Platzverhältnissen, der Komfort ist respektabel. Bei den Allradversionen besteht wie bei Fiat die Wahl zwischen 120-PS-Diesel mit Sechsgang- und 107-PS-Benziner mit Fünfgangschaltung in je zwei Ausstattungsversionen.

Technische Daten Suzuki SX4 1.6: 4-Zyl.-Reihen-Benziner, vorn quer • el. Benzineinspr. • Hubraum 1586 cm³ • Leistung 79 kW (107 PS) bei 5600/min • Drehmoment 145 Nm bei 4000/min • 5-Gang-Schaltgetriebe ohne Reduktion • perman. Allradantrieb über el. gereg. u. manuell verstellbare Mehrscheibenkupplung (v:h 100:0 bis 50:50); Heckantrieb abschaltbar • Reifen 205/60 R 16 • Länge/Breite/Höhe 4140/1755/1620 mm • Bodenfreiheit 190 mm • Leergewicht 1380 kg• Anhängelast gebr. 1200 kg • Beschleunigung 0–100 km/h 16,5s • Höchstgeschw. 170 km/h • Normverbrauch 7,1l/100 km Super • Preis: 17.490 Euro

Honda HR-V 1.6 (19.360 Euro)

Wegen der langen Bauzeit wird der Honda HR-V gerne vergessen. Aber es gibt ihn noch – und er bleibt auch knapp unter der 20.000-Euro-Grenze. Von der Größe her entspricht der HR-V dem neuen Fiat Sedici, stellt auch ein ähnlich ordentliches Platzangebot im Innenraum bereit – und einen längeren, dafür aber flacheren Gepäckraum. Als unglücklich empfindet man die hohe Ladekante des Gepäckraums. Wegen der geringen Zuladung ist der HR-V nur für vier Personen zugelassen.

Der quirlige Motor macht HR-V ausreichend temperamentvoll, von Kraft aus dem Drehzahlkeller kann aber keine Rede sein. Das überspielt der Honda mit einer kurzen Gesamtübersetzung. Leider verteilt der rein mechanisch-hydraulisch regelnde Allradantrieb zu zögerlich die Kraft zur Hinterachse. Die Vorderräder drehen zu lang durch. Das erschwert das Vorankommen auf tieferem Schnee. Für die üblichen winterlichen Straßen reicht es allemal. Das fortgeschrittene Alter des HR-V erkennt man vor allem am Geräuschpegel und am Fehlen eines ESP.

Technische Daten Honda HR-V 1.6: 4-Zyl.-Benziner, vorn quer • el. Benzineinspr. • Hubraum 1590 cm³ • Leistung 77 kW (105 PS) bei 6200/min • Drehmom. 135 Nm bei 3400/min • 5-Gang-Schaltgetriebe ohne Geländereduktion • perman. Allradantrieb über Mehrscheibenkupplung (v:h 100:0 bis 50:50) • keine Schlupfregelung • Reifen 205/60 R 16 • Länge/Breite/Höhe 4110/1695/1675 mm • Bodenfreiheit 160 mm • Leergewicht 1285 kg • Zuladung 355 kg • Anhängelast gebremst 1200 kg • Beschleunigung 0–100 km/h in 12,2s • Höchstgeschw. 164 km/h • Testverbrauch 9,9l/100 km Super • Preis: 19.360 Euro

Jeep Wrangler 2.4 (20.400 Euro)

Wir geben es zu: Wir haben ein klein wenig geschummelt. Denn strenggenommen dürfte der Wrangler nicht mehr an dieser Kaufberatung teilnehmen, weil er inzwischen um 400 Euro die 20.000-Euro-Latte reißt. Wir wollten dem Original aller Geländewagen aber noch diesen letzten Auftritt gönnen. Schließlich ist er auch nach über zehn Jahren in dieser Form ein wahrhaft tüchtiges Geländeauto, das sich heldenhaft durch schweres Terrain wühlt.

Auf der anderen Seite stehen die restlichen Eigenschaften. Das billige Plastikcockpit, die zu tiefe Sitzposition, das ABS-lose Serienfahrwerk mit stoßiger Federung, das zeitraubende und fingernagelmordende Verdeck – all dies ist in den letzten zehn Jahren nicht besser geworden. Wohl aber der Motor. Seit 2003 arbeitet ein recht moderner Vierzylinder im Basis-Wrangler, der mit ausreichender Durchzugskraft und halbwegs annehmbaren Trinksitten aufwarten kann. Hoffen wir, daß der ähnlich aussehende Nachfolger auch ähnlich preiswert wird.

Technische Daten Jeep Wrangler 2.4: 4-Zyl.-Benziner, vorn längs • el. Benzineinspr. • Hubraum 2429 cm³ • Leistung 105 kW (143 PS) bei 5200/min • Drehmom. 215 Nm bei 4000/min • 5-Gang-Schaltgetriebe mit Reduktion • Heckantrieb, Frontantrieb während der Fahrt zuschaltbar (0:100 oder 50:50) • keine Traktionshilfen • Reifen 215/75 R 15 • Länge/Breite/Höhe 3883/1732/1748 mm • Bodenfreiheit 225 mm • Leergew. 1550 kg • Zuladung 450 kg • Anhängelast gebremst 1920 kg • Beschleunigung 0–100 km/h in 12,1 s • Höchstgeschw. 164 km/h • Testverbrauch 12,5l/100 km Normalbenzin • Preis: 20.400 Euro

Lada Niva 1.7i (9990 Euro)

Kein anderes Auto wurde so lang mit so wenig Änderungen gebaut. Das Design stammt unverkennbar aus den Siebzigern, die Allrad-Technik wäre von Prinzip her sogar nach 29 Jahren noch zeitgemäß: selbsttragende Karosserie, Permanenter Allradantrieb, Geländeuntersetzung auch ohne Zentralsperre nutzbar. Daß Modellpflege kaum stattfand, wäre für sich genommen kein Kaufhindernis.

Das Problem liegt in der beklagenswerten Fertigungsqualität, die – neben der Zuverlässigkeit – auch den Fahrkomfort arg schmälert: Trotz ordentlicher Federung ist die Reise anstrengend, weil mechanische Geräusche und Vibrationen speziell auf längeren Strecken an den Nerven zerren. Wer sich daran nicht stört und mit der froschartigen Sitzposition und den lauen Bremsen zurechtkommt, erhält zum konkurrenzlosen Preis einen wackeren Geländegänger. Die optionale Autogasanlage (2450 Euro) ist angesichts der drohenden Spritsteuererhöhung für Flüssiggas aber kaum rentabel – für Vielfahrer ist der Niva ohnehin nicht geeignet.

Technische Daten Lada Niva 1.7i: 4-Zyl.-Reihen-Benziner, vorn längs • el. Benzineinspritzung • Hubraum 1690 cm3 • Leistung 60 kW (82 PS) bei 5000/min • Drehmoment 128 Nm bei 4000/min • 5-Gang-Schaltgetriebe mit Reduktion • perman. Allradantrieb über manuell sperrbares Zentraldiff. (v:h 50:50) • Reifen 175/80 R 16 oder 215/60 R 16 • Länge/Breite/Höhe 3720/1680/1640 mm • Bodenfreiheit 210 mm • Leergewicht 1225 kg• Zuladung 415 kg • Anhängelast gebr. 1900 kg • Beschl. 0–100 km/h in 16,5s • Höchstgeschwindigkeit 142 km/h • Verbrauch 11,2l/100 km Normal • Preis: 9990 Euro

Mitsubishi Pajero Pinin 1.8 (19.990 Euro)

Haarscharf bleibt der in Italien gefertigte Pajero Pinin unter der 20.000-Euro-Schallmauer. Dafür erhält man den kurzen Zweitürer, denn der längere Viertürer mit den Dimensionen von Honda HR-V und Fiat Sedici kostet bereits 1400 Euro mehr. Doch auch der knappe Zweitürer-Pinin überzeugt durchaus. Naturgemäß nicht beim Platzangebot, das im Fond nur kleinen Kindern zumutbar ist. Und auch nicht beim gerade mal 36 Zentimeter langen Kofferräumchen mit lächerlichen 166 Liter Volumen. Andererseits schleppt der extrem kompakte Mitsubishi immerhin 1500 Kilo schwere Anhänger weg. Und das tut er recht souverän.

Das liegt vor allem an seinem Motor. Mit 1,8 Liter Hubraum und 114 durchzugskräftigen PS ist er ein für die Preisklasse recht souverän motorisierter Allradler, der ähnliche Fahrleistungen bietet wie der schwerere Jeep Wrangler, dabei aber erfreulicherweise rund zwei Liter/100 km weniger verbraucht. Auch an Autobahnsteigungen muß nicht ständig zurückgeschaltet werden. Der Mitsubishi schafft sie dank ausreichend Hubraum. Leider vermiest die übertrieben harte Federung die Langstreckentauglichkeit. Da rollt der teurere Viertürer um zwei Klassen besser ab. Bei jeder Pinin-Version mager ist die Bodenfreiheit. Dem großen Bruder Pajero macht der Pinin hier keine Ehre.

Technische Daten Mitsubishi Pajero Pinin 1.8: 4-Zyl.-Benziner, vorn längs • el. Benzineinspr. • Hubraum 1834 cm³ • Leistung 84 kW (114 PS) bei 5500/min • Drehmom. 160 Nm bei 4000/min • 5-Gang-Schaltgetriebe oder 4-Gang-Automatik ohne Reduktion • perman. Allradantrieb über Zentraldiff. mit Viskobremse (v:h 50:50) • keine Schlupfregelung • Reifen 215/65 R 15 • Länge/Breite/Höhe 3735/1680/1735 mm • Bodenfreiheit 175 mm • Leergewicht 1305 kg • Zuladung 375 kg • Anhängelast gebremst 1500 kg • Beschleunigung 0–100 km/h in 12,1s • Höchstgeschwindigkeit 157 km/h • Testverbrauch 10,4l/100 km Super • Preis: 19.990 Euro

Suzuki Grand Vitara 1.6 (19.690 Euro)

Der kurze Zweitürer liegt bei den Dimensionen näher am viertürigen SX4 oder Honda HR-V als an wirklich kurzen Zweitürern wie Lada oder Mitsubishi Pajero Pinin. Entsprechend liegt auch das Platzangebot im Innen- und Kofferraum dazwischen. Hinten halten es auch Erwachsene im zweitürigen Grand Vitara kurzzeitig aus. Und in den 72 Zentimeter langen Gepäckraum paßt auch ohne Umklappen der Rückbank etwas hinein.

Daß der Grand Vitara ein junges Auto ist, merkt man nicht nur an der Formgebung. Typisch für aktuelle Allradler sind sichere Fahreigenschaften, wirksame Bremsen, Permanenter Allradantrieb und das Vorhandensein der Antischleuderhilfe ESP. All das findet sich auch beim Basismodell des Grand Vitara, dazu ordentlicher Komfort.

Die Kehrseite der aktuellen Autos ist aber oft magere Zuladung, hohes Gewicht und damit eine zähe Leistungsentfaltung. Auch hier macht der Grand Vitara 1.6 keine Ausnahme. Sein kleiner Vierzylinder muß sich mit fast 1500 Kilo Leergewicht herumschlagen. Diese Pfunde spürt man beim Beschleunigen im großen Gang. Man muß also eifrig schalten. Trotzdem hält sich der Verbrauch in Grenzen. Ähnlich sieht es mit der Geländetauglichkeit aus. Die Bodenfreiheit reicht allemal, aber dem 1.6er fehlt spürbar die kraftstärkende Reduktion der teureren Grand Vitara-Versionen.

Technische Daten Suzuki Grand Vitara 1.6: 4-Zyl.-Reihen-Benziner, vorn längs • el. Benzineinspr. • Hubraum 1586 cm³ • Leistung 78 kW (106 PS) bei 5900/min • Drehmoment 145 Nm bei 4100/min • 5-Gang-Schaltgetriebe ohne Reduktion • permanenter Allradantrieb über Zentraldifferential (v:h 50:50) • keine Schlupfregelung • Reifen 225/70 R 16 • Länge/Breite/Höhe 4005/1810/1705 mm • Bodenfreiheit 200 mm • Leergewicht 1475 kg • Zuladung 325 kg • Anhängelast gebremst 1600 kg • Beschleunigung 0–100 km/h in 13,0s • Höchstgeschwindigkeit 156 km/h • Testverbrauch 9,5l/100 km Super • Preis: 19.690 Euro

Suzuki Jimny 1.3/ 1.5 DDiS (ab 15.990 Euro)

Auch wenn er im Reigen aktueller SUV wie ein Däumling wirkt – verglichen mit seinem Urahn LJ 80 ist der heutige Jimny ein richtig erwachsenes Auto. Zum neuen Modelljahr erhält der 2004 eingeführte Diesel eine kräftige Leistungsspritze: Statt zuvor 65 PS hat er nun 86 – bewirkt durch einen anderen Turbolader, einen Ladeluftkühler und eine geänderte Einspritzsteuerung. Der Renault-Diesel tritt nun deutlich kräftiger an, zieht nach Überwindung des etwas geringeren Turbolochs kernig los. Zu haben ist er nur im geschlossenen Jimny und nur mit Schaltgetriebe. Das im Sommer vergnügliche Cabrio ist auch künftig nur mit dem leistungsgleichen, aber wesentlich drehzahlgierigeren 1,3-Liter-Benziner zu haben – und auch nur mit Handschaltung. Die Vierstufenautomatik – sie dämpft das Temperament spürbar – bleibt dem geschlossenen Jimny mit "Comfort"-Ausstattung (ab 14.990 Euro) vorbehalten.

Allen Jimny gemein ist das direkte Fahrgefühl. Allerdings sollten ungeübte Fahrer dem Grenzbereich lieber fernbleiben, denn der Jimny reagiert dort bisweilen kippelig. Wenig geeignet ist der Winzling naturgemäß als Familienauto: Weder Zuladung noch Platzverhältnisse reichen für vier Erwachsene. Zudem ist die Federung ruppig, die Bremse schwach. Immerhin: ABS und zwei Airbags sind Serie.

Technische Daten Suzuki Jimny 1.5 DDiS (1.3): 4-Zyl.-Reihen-Turbo-Diesel (Benziner), vorn längs • el. Common-Rail-Direkteinspr. (Benzineinspritzung) • 1461 (1328) cm3 • 63 kW (86 PS) bei 4000/min (6000/min) • 200 Nm bei 1750/min (110 Nm bei 4100/min) • 5-Gang-Schaltg. mit Reduktion • Heckantrieb, Frontantrieb zuschaltbar • Reifen 205/70 R 15 • Länge/Breite/Höhe 3625/1645/1705 mm • Bodenfreiheit 190 mm • Leergew. 1225 (1145) kg • Zuladung 275 kg • Anhängelast gebr. 1300 kg • Beschl. 0–100 km/h in 16,8s (13,5s) • Höchstgeschw. 145 km/h (Werk) (155 km/h) • Normverbrauch 6,1l/100 km Diesel (7,3 Super) • Preis: 15.990 (14.190) Euro

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