SUV-Verkäufe in Europa

Volvo XC 90 Hyundai Santa Fe

SUV-Verkäufe in Europa

— 21.07.2008

Gegenwind für Geländewagen

Durch die steigenden Spritpreise sind große SUV offenbar weniger gefragt: Laut dem Marktforschungsunternehmen Jato ging der Verkauf in Europa in den ersten vier Monaten 2008 um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.

Hohe Kraftstoffpreise und eine CO2-basierte Kfz-Steuer machen in vielen Ländern das Geschäft mit großen SUV immer schwieriger. Nach Angaben des britischen Marktforschungsunternehmen Jato Dynamics ging der europaweite Absatz von Premium-SUV (z. B. Volvo XC 90, BMW X5) in den ersten vier Monaten 2008 um 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Noch schlechter sieht es in der Klasse der "großen SUV" (z. B. Hyundai Santa Fe, Kia Sorento) aus – hier wurden im ersten Jahresdrittel sogar 42,1 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als 2007. Bei den Kleineren läuft es dagegen besser: Mittelgroße SUV verkauften sich besser als im Vorjahreszeitraum. Hier hat der VW Tiguan den Toyota RAV4 als Marktführer in Europa abgelöst.

Auch im Heimatland der benzinfressenden Geländewagen, den USA, bricht der Absatzmarkt ein. Steigende Spritpreise machen dort den Herstellern das Leben schwer. Ein Liter Benzin kostet in den USA derzeit umgerechnet etwa 60 Cent – für Amerikaner ein Schockpreis. Die Konsequenz: sinkende Verkaufszahlen auf dem SUV-Markt. So verzeichnete Chrysler im Zeitraum Januar bis Juni 2008 in der Kategorie der Trucks, zu denen SUV, Minivans und Pick-up-Fahrzeuge gehören, ein Absatzminus von insgesamt 24 Prozent gegenüber 2007. Den Konkurrenten Ford und General Motors erging es ähnlich.
SUV-Verkäufe in Europa
SUV-Klasse Zulassungen Jan. - April 2008 Veränderung in %
Premium 120.127 -9,4
Groß 31.951 -42,1
Mittel 221.338 +15,6
Klein 48.130 +6,4

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