SUVs im Connectivity-Check (Genf 2016)

SUVs im Connectivity-Check (Autosalon Genf 2016)

— 03.03.2016

Fahren diese SUVs im Trend?

Audi Q2, Maserati Levante und Opel Mokka X sind die Trendsetter in Genf. Doch wie sieht es mit den inneren Werten der SUVs aus? Connectivity-Check!

Automessen sind Tummelplätze der voll ausgestatteten Autos. Jeder Hersteller will schließlich zeigen, zu was seine aktuellen Modelle imstande sind. Deutlicher Trend: Die Vernetzung (neudeutsch: Connectivity) nimmt immer weiter zu, große Displays sind ein Muss. Genauso, wie SUVs inzwischen zum Standardrepertoire gehören. AUTO BILD hat sich vier hochgebockte Neuheiten vom Autosalon Genf und ihr Infotainment vorgenommen: Was können die Systeme in Maserati Levante, Audi Q2, Ford Kuga und Opel Mokka X?
Alles auf einen Blick: Autosalon Genf 2016

1. Maserati Levante

Auf den reinen Fingerdruck wollten sich die Maserati-Entwickler beim Levante nicht verlassen: In der Mittelkonsole befindet sich zusätzlich ein Dreh-Drücksteller.

Das erste SUV der Italiener hat nicht nur bis zu 430 PS zu bieten, sondern auch ein neues Infotainmentsystem mit Touchdisplay von Harman Becker. Doch auf den reinen Fingerdruck wollten sich die Entwickler nicht verlassen: In der Mittelkonsole befindet sich zudem ein Dreh-Drücksteller mit zwei übereinander liegenden Ringen. Der obere reguliert die Lautstärke, der untere switcht durch die Menüs. Chefentwickler Roberto Corradi begründet dies vor allem damit, dass die Ablenkung des Fahrers minimiert werden soll. Im Home-Menü finden sich auf dem Display am unteren Rand bis zu sechs Schnellwahlflächen, die der Levante-Besitzer individuell belegen kann. In der Mitte thront der Dreizack, mit dem man ins Hauptmenü gelangt.

Autosalon Genf 2016: Highlights

Die Menüpunkte sind sinnvoll angeordnet, ein App-Store soll künftig noch mehr Funktionen ins Auto holen. Derzeit ist er aber noch leer. Handys verbinden sich via Bluetooth, WLAN oder Kabel mit dem System – so lassen sich auch Echtzeit-Verkehrsinformationen abrufen, Musik streamen und dergleichen. Corradi verspricht außerdem, dass die mobilen Systeme der gängigen Smartphonhersteller beim Marktstart problemlos gekoppelt werden können. Eine eingebaute SIM-Karte gibt es im Levante aber nicht.

Fazit Maserati Levante: Der Levante ist nicht DAS vernetzte SUV der Messe – Maserati setzt mehr auf Fahrvergnügen als auf elektronische Innovation. Dennoch hat der Levante alle wichtigen Features an Bord.

2. Audi Q2

Doppelt hält besser: Im Audi Q2 gibt's auf Wunsch das virtuelle Cockpit mit 12,3-Zoll-Display und in der Mitte einen bis zu 8,3 Zoll großen Bildschirm-

Der Audi Q2 ähnelt im Innenraum stark dem A3 – er soll in Sachen Infotainment aber mehr können. Ein großer Unterschied ist das virtuelle Cockpit mit 12,3-Zoll-Display vor dem Fahrer (optional) und ein bis zu 8,3 Zoll großer Screen in der Mitte. Audi setzt vollständig auf die Bedienung mit dem Dreh-Drücksteller MMI in der Mittelkonsole, bei einem Druck auf den Bildschirm passiert – nichts. Während auf dem virtuellen Cockpit Navigationskarten und Fahrdaten angezeigt werden, kann der Beifahrer gleichzeitig auf Google Street View schon mal die Sehenswürdigkeiten des Zielortes erkunden. Eine SIM-Karte ist eingebaut, Daten-Update für drei Jahre inklusive. Zum Streamen von Musik braucht man dann aber den Datentarif des eigenen Handys.
Alles zum Thema Connected Car

Der Q2 kommt mit Napster-Zugriff, zwei Handys lassen sich gleichzeitig koppeln. Die Spracheingabe versteht auch Kommandos wie "Ich habe Hunger" und schlägt Restaurants in der Nähe oder am Zielort vor. Handys koppeln sich via WLAN, Bluetooth oder Kabel. Via Audi Connect-App lassen sich Adressen aus den Kontakten einfach auf das Auto übertragen. Apple Carplay und Android Auto beherrscht der Q2 ebenso – noch ein Unterschied zum aktuellen A3. Die Bedienung ist einfach gestaltet, am leicht überfrachteten Lenkrad lassen sich weitere Funktionen einstellen.

Fazit Audi Q2: Für seine Größe bietet der Q2 eine Menge spannender Connectivity und viele Funktionen. Klar, das kostet alles Aufpreis. Das Beispiel zeigt aber: Moderne Vernetzung gibt es nicht nur bei den ganz Großen.

3. Opel Mokka Facelift

Als Opel Mokka X-Fahrer kann man dank eigener App seinen Standort oder seinen Fahrtverlauf an Freunde schicken. Praktisch, wenn man sich verspätet.

Opel geht online und setzt auf Touch: Sieben oder acht Zoll groß ist das Infotainmentsystem im frisch gelifteten Mokka X. Darunter befinden sich vier Schnellwahlknöpfe, mit denen man schnell ins Hauptmenü zurückkommt oder Musiktitel vorspult. Auch Opel Onstar ist künftig an Bord: Damit bekommt der Mokka X einen persönlichen Concierge, der sich via Knopfdruck ins Auto schaltet, Hilfe bei Pannen leistet, ein gutes Restaurant heraussucht und Routeninformationen direkt ins Navi schickt. Das hat AUTO BILD bei einem Versuch bereits getestet. Die Bedienung des Systems ist intuitiv, wenige große Touchflächen führen zu den Funktionen. Zudem laufen auch Apple Carplay und Android Auto auf dem Navi 900 mit IntelliLink.

Genf 2016: gefällt uns, gefällt uns nicht

Optional gibt es das Digitalradio DAB+. Einen eigenen Appstore bringt das System auch mit, derzeit sind hier eine Wetter-App und Glympse erhältlich: Der Fahrer kann seinen Standort oder seinen Fahrtverlauf an Freunde schicken. Verspätet zum Termin? Via Link können die Empfänger die Parkplatzsuche live auf einer Karte verfolgen. Mehr Apps sollen folgen. Damit ist der Opel technisch auf dem aktuellen Stand.

Fazit Opel Mokka X: Moderne Technik, moderne Optik: Damit macht Opel sich zukunftstauglich. Das Infotainment im Mokka X bietet alles, was man sich wünschen könnte – und der App-Store bietet einen einfachen Weg zum Ausbau der Funktionen.

4. Ford Kuga Facelift

Ford spendiert dem Kuga Facelift einen neuen Armaturenträger und das intuitiv zu bedienende Sync3.

Neues Cockpit, neues Infotainment: Das Facelift bringt neben dem verschlankten Armaturenträger auch das Infotainmentsystem SYNC3 in den Kuga. Nicht nur, dass es mit wenigen wichtigen klassischen Knöpfen auskommt, auch die Bedienung ist deutlich einfacher und intuitiver als bislang. Zudem ist die Sprachsteuerung richtig clever, sie versteht auch Aussagen wie "Ich bin müde" und lotst einen dann zum nächsten Parkplatz. Das funktioniert in unserem ersten Test ziemlich gut und zuverlässig. Klar, dass auch Apple und Android im Kuga verbunden sind, die Bedienung dieser Systeme ist standardisiert. Große Bedienflächen und eine gut lesbare Schrift frischen den Kuga deutlich auf.

Fazit Ford Kuga Facelift: Auch Ford spielt bei der Connectivity vorne mit. SYNC 3 ist auf dem modernen Stand und beeindruckt vor allem mit der guten Sprachsteuerung – eine wirklich sinnvolle Funktion.

SUVs im Connectivity-Check (Genf 2016)


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Fazit

SUV und Infotainment, das passt auf dem Autosalon Genf 2016 perfekt zusammen! Ob teuer oder erschwinglich, gute Connectivity ist in allen Klassen erhältlich.

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SUV

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