Suzuki Ignis (2016): Fahrbericht

Suzuki Ignis (2016): Fahrbericht

— 30.11.2016

Ganz schön sportlich!

Suzuki hat nach acht Jahren Pause den Ignis wiederbelebt. Der neue Ignis ist weniger eckig und richtig sportlich. AUTO BILD hat ihm vor den Toren Roms auf den Zahn gefühlt.

Auf Fotos wirkt er größer, doch mit 3,70 Meter Länge ist er wirklich klein.

Acht Jahre hat Suzuki den Ignis pausieren lassen, jetzt gibt es ihn wieder. AUTO BILD ist den neuen Ignis bereits gefahren und stellt zunächst fest, dass er auf Fotos weit größer wirkt, als er tatsächlich ist. Mit nur 3,70 Meter Länge ist der Ignis wirklich klein und zielt klar auf den Panda (3,65 Meter). Wie dieser ist er wahlweise als Fronttriebler oder als Allradler erhältlich – letzteren hat AUTO BILD getestet. Der Testwagen würde 17.740 Euro kosten.
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Mit Retro-Elementen anderer Suzuki-Modelle

Im Gegensatz zum würfelförmigen Vorgänger ist der jüngste Ignis recht rundlich geraten, aufgepeppt mit einigen Retro-Elementen. So erinnern die drei Luftauslass-Attrappen in der C-Säule an das Fronte Coupé von 1971 – einen Heckmotor-Kleinwagen, den damals Giugiaro designt hatte.

Mikro-SUV im Innenraum

Ab der Club-Ausstattung ist der Innenraum mit bunten Akzenten gestaltet.

Spätestens ab der Club-Ausstattung (13.490 Euro) geht es innen recht bunt zu. Man kann tatsächlich von einem Mikro-SUV sprechen, denn der Fahrersitz lässt sich auf 29 Zentimeter Höhe über dem Fußboden hochfahren – das können auch weit größere Vertreter dieser Spezies nicht bürostuhlartiger. Auch die Bodenfreiheit von 18 Zentimetern (AUTO BILD hat nachgemessen!) unterstreicht eine gewisse Schlechtwegetauglichkeit.
Vorstellung: Suzuki Ignis (2016)

Der Ignis fährt sich sportlich

Der 1,2-Liter-Benziner mit zwei Einspritzdüsen pro Zylinder will zwar gedreht werden, klingt aber ab 4000 U/min fast schon Alfa-artig rauchig und sportiv. Fast alles an diesem Autochen ließe sich durchaus als sportlich bezeichnen, von der ausreichend präzise geführten Fünfgang-Schaltung über das fast schon zu harte Fahrwerk bis hin zur direkten elektromechanischen Lenkung, die überhaupt kein Spiel um die Mittellage mehr aufweist – wären da nicht diese schlabberigen, viel zu weichen Sitze, die zum knackigen Rest so gar nicht passen wollen. Bitte nachbessern oder Sportsitze anbieten!

Suzuki Ignis (2016): Vorstellung

Kein einziger Drehschalter im Innenraum

Mit einem Wendekreis von 9,40 Meter kommt der Suzuki Ignis fasst überall durch.

Der Wendekreis von 9,40 Meter lässt mich durchs italienische Chaos wuseln, wie das auch ein Cinquecento oder Mini nicht besser kann. Und ich muss hier in Italien ständig auf der Hut sein: Empfindliche Strafen von 500 Euro und mehr drohen selbst bei läppischen Verstößen. Und leider fehlt dem ansonsten aufgeräumten, intuitiv bedienbaren und ausreichend großen Navi (von Bosch) eine wichtige Information: die Tempolimits! Die Bedienung ist übrigens nach japanischem Geschmack; es gibt im ganzen Auto keinen einzigen Drehschalter! Nur der Fronttriebler ist als Mildhybrid mit Starter-Generator erhältlich. Wenn sich die versprochene Spritersparnis von 0,3 Litern auf 100 Kilometern tatsächlich realisieren lässt, müsste man bei den heutigen Spritpreisen um 1,25 Euro mehr als 210.000 Kilometer mit dem Wagen fahren, damit sich der Mehrpreis von 800 Euro rechnet – eher etwas für Idealisten, nicht für Rechner.

Ein Kleinwagen mit gewissem Pfiff

Suzuki versteht es immer noch, Kleinwagen mit einem gewissen Pfiff zu bauen. Allein die Fern-Längsverschiebung der Fondbank ist wirklich praktisch – da waren Entwickler mit Ahnung vom Autofahrer-Alltag am Werk. Die Allradversion nutzt als einer der letzten Allradler überhaupt eine Visko-Allradkupplung – solide, elektronikfreie 80er-Jahre-Technik. Das ESP stört sie nicht – ein Freilauf machts möglich. Leider lässt sich ein solches System nicht proaktiv programmieren, so dass es schon beim Gasgeben Kraft zu den Hinterrädern lenkt.

Suzuki Ignis (2016): Fahrbericht

Autor:

Rolf Klein

Fazit

Ein Panda-Cross- und Panda-4x4-Konkurrent für Käufer, die lieber einen verlässlichen Japaner haben wollen. Übrigens kommt dieser Ignis im Gegensatz zu den ersten beiden Serien aus dem vergangenen Jahrzehnt nicht aus dem Werk in Ungarn, sondern tatsächlich aus Japan.

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