Suzuki Jimny (2018): Test

Suzuki Jimny (2018): Test

Suzuki Jimny (2018): Test

Der Jimny wird zur Miniatur-G-Klasse

Der neue Suzuki Jimny ist deutlich kantiger als sein Vorgänger und bleibt ein waschechter Geländewagen. AUTO BILD ist ihn schon gefahren. Plus: Preise!
Der Suzuki Jimny ist zurück und er ist technisch ganz der alte! Dabei ist der neue Geländewagen deutlich kantiger und rustikaler als sein Vorgänger, der bereits seit 1998 gebaut wird. Mit seinem markanten Kühlergrill und den runden Scheinwerfern wirkt der Jimny von vorne wie eine geschrumpfte Mercedes G-Klasse. Weiterhin wird es nur eine zweitürige Version geben.
Die Kunden können zum Marktstart zwischen knalligen Zweifarblackierungen und einer einheitlichen Farbgebung in eher dunkleren Tönen wählen. Der kantige Jimny orientiert sich deutlich an der ersten Generation des kleinen japanischen Offroaders. Der neue kommt noch 2018 zu den Händlern – genau genommen wird er ab Ende Oktober 2018 ausgeliefert. Die Basisversion Suzuki Jimny Comfort startet bei moderaten 17.195 Euro, die Automatik-Version kostet mindestens 19.095 Euro.

Suzuki bleibt dem Leiterrahmen treu

Kein Schnickschnack: Der Innenraum ist auf eine hohe Funktionalität ausgerichtet.

Puristen werden sich bestimmt freuen, dass er nicht mit dem SUV-Trend geht, sondern ein waschechter Geländewagen bleibt. Suzuki bleibt dem Leiterrahmen treu. Der Allradantrieb ist zuschaltbar, um in jeder Situation genügend Grip zu bieten und dem Ruf als Offroad-Ass gerecht zu werden. Im Innenraum fallen vor allem die zwei klassischen Rundinstrumente und auffallend große Druckknöpfe auf. Im oberen Bereich der kantigen Mittelkonsole thront ein großes Display. Die Ausstattung der neuen Generation umfasst einen Tempomat, eine Klimaanlage und einen Notbremsassistenten. Unter der Haube steckt ein 1,5 Liter großer Vierzylinder mit Saugrohr-Einspritzung. Die Kraftübertragung übernehmen voraussichtlich ein Fünfgangschaltgetriebe oder eine Automatik mit vier Stufen.

Auf der Straße wirkt der Japaner etwas ungelenk

Bodenständig: Beim Fahren offenbahrt der Jimny seinen fast komfortfreien Geländewagen-Charakter.

Mit nur 1165 Kilo und kurzen Überhängen kommt der Jimny offroad weiter als viele Breitreifen-SUVs. Wenn's klemmt, legt der Fahrer am Mitteltunnel den Hebel auf 4L, die Geländeuntersetzung, und es geht weiter. Das Können-wenn-er-müsste macht den Suzuki so seriös, was wunderbar zu seiner optischen Geradlinigkeit passt. Der Typ ist durch und durch Kante. Ein Geländewagen alter Schule halt, das zeigt er auch im Alltag. Einsteigen und hoch sitzen sind bei Offroadern eine Wohltat, im Jimny auch das Rausgucken. Dass Autos noch so übersichtlich sein können, herrlich! Man dreht einen Zündschlüssel, nix Startknopf, dann rumort der Vierzylinder los. Neu im Jimny, betont Suzuki. Ein kleiner Haudegen, es geht auch moderner. Der 1,5-Liter-Sauger vibriert spürbar und dreht unwillig hoch. Das Kerlchen hat erst 35 Kilometer auf dem Tacho, da wollen wir ihn schonen. Aber so viel können wir sagen: Temperamentvoll wirkt er nicht, und der Bordcomputer zeigt 8,5 Liter Verbrauch. Die fünf Gänge wollen mit dem langen Schalthebel nicht sauber rasten. Das kurze Auto hoppelt auf Landstraßen, also keine Komfortwunder erwarten.

Gebrauchtwagensuche: Suzuki Jimny

Hoher Aufbau, schmale Spur und weichere Federn ergeben in Kurven eine unterhaltsame Seitenneigung, während die hochwandigen Dueler-Reifen nach außen rubbeln – den eingeschlagenen Kurs kann die Fuhre nicht ganz halten. Kein Wunder bei dieser Lenkung. Moderne SUVs haben unsere Erwartungen an Geländewagen versaut. Fahren, Bremsen, Verbrauchen wie ein Pkw – kannst du im Jimny vergessen.

Autoren: Elias Holdenried, Joachim Staat

Stichworte:

SUV

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