Suzuki Kizashi 4x4: Fahrbericht — 02.01.2012

Vier fürs Geld

autobild.de hat den Suzuki Kizashi auf allen vieren durch den Schnee getrieben. Allradantrieb und Vollausstattung für knapp 30.000 Euro – wo ist der Haken?

Kizashi, das heißt so viel wie: "Vorbote großer Dinge". 29.990 Euro soll dieser Vorbote kosten. Doch gibt es dafür wirklich ein großes Ding? Einen vernünftigen Allradler mit Vollausstattung wie Leder, Xenonlicht, Tempomat, Parksensor und Sportfahrwerk? Ja, so viel steht nach unserer Fahrt durch dichtes Schneegestöber auf der Autobahn von Salzburg nach Obertauern fest. Der Kizashi 4x4 kommt nicht nur mit sportlicher Optik, auch drinnen punktet er. Im Cockpit finden selbst große Personen viel Platz. Die Ledersitze könnten zwar etwas mehr Seitenhalt bieten, sie sind aber gut verarbeitet und bequem genug für lange Strecken. Das Hartplastik ist natürlich nicht besonders elegant, macht aber einen soliden Eindruck. Und wer vor der Fahrt die vielen Schalter studiert, der sucht später nicht im roten Lichtermeer nach dem richtigen Knopf.

Mehr zur Mittelklasse-Limousine Suzuki Kizashi

Mit dem doppelten Endrohr macht der Kizashi 4x4 einen stattlichen Eindruck. Doch es ist nicht alles Auspuff, was da glänzt.

Das Lenkrad fasst sich griffig an. Nicht unwichtig, denn je heftiger es schneit, desto konzentrierter halte ich es fest. Auf der Bergpassage ist es so weit, die ersten Autos bleiben liegen, müssen überholt werden. Ha, Fronttriebler – sie haben es nicht anders gewollt. Jetzt kann der Kizashi seine 4x4-Karte richtig ausspielen. Und er tut es, zieht locker an den Liegenbleibern vorbei. Das Vertrauen in den Kizashi wächst mit jedem Kilometer und verleitet zu einem Test: Einfach mal den Allrad-Schalter links neben dem Lenkrad drücken, das 4x4-System deaktivieren. Die Quittung kommt sofort – die Vorderräder drehen durch, die stufenlose CVT-Automatik ist ohne Allrad hilflos. Feierabend auf halber Bergstrecke. Zum Glück reicht ein weiterer Knopfdruck, um die warme Hütte und das zünftige Essen wieder näherrücken zu lassen!

Alle Infos rund um das Thema Allrad

"Intelligent" nennt Suzuki das Allradsystem: Die Hinterachse schaltet sich bei Bedarf in Sekundenschnelle zu. Ich merke davon nichts, deshalb mache ich mir über den Grip auch keine großen Gedanken. Das 4x4-System macht seine Arbeit, der Kizashi zeigt sich auf Schnee und Eis souverän. Bei der Pressekonferenz im Zielort erfahre ich, dass der Kizashi 2011 gerade mal zwei Prozent der Suzuki-Verkäufe in Deutschland abdeckte. Vielleicht liegt es daran, dass es nur eine einzige Motorisierung gibt? Neben dem 2,4 Liter großen und 178 PS starken Benziner würde sich ein Diesel hierzulande sicher gut machen.

Mit Allrad 0,4 Liter mehr Durst

Oder ist es der Verbrauch? Ohne Allrad verbraucht der Kizashi laut Datenblatt durchschnittlich 7,9 Liter. Mit Allrad sind es 0,4 Liter mehr, das ist akzeptabel. Mein Bordcomputer spuckt für die aktuelle Strecke 8,7 Liter aus. Oder haben die geringen Verkaufszahlen etwas mit dem Automatikgetriebe zu tun? Schließlich gibt es für die Allrad-Version kein anderes Getriebe. Und das CVT mag keine Geschwindigkeiten unter 100 km/h, lässt den Motor dann unnötig laut aufheulen. Aber wer will mit diesem Suzuki schon langsam fahren? Der Kizashi 4x4 gehört auf die Autobahn, bei allen Wetterlagen.
Robin Hornig

Robin Hornig

Fazit

Der Suzuki Kisashi ist zuverlässig und aufrichtig wie ein ehrenhafter Samurai. In diesem Preissegment gibt es keine Alternative für eine solche Allrad-Limousine. Zwar startet ein VW Passat 4Motion mit Zweiliter-TDI bei 30.325 Euro – Leder oder Schiebedach sind dann aber Fehlanzeige. Die Preise für eine Basisausstattung bei allradgetriebenen Audi A4 oder 3er BMW starten noch höher. Warum der Suzuki Kizashi so wenig auf den Straßen zu sehen ist – für mich Wunder und Segen zugleich. So bleibt er etwas für Individualisten.

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Kommentare zum Artikel (13)

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j.serieux
11.03.2012, 14:37Uhr

ich wohne bei karlsruhe und fahr der neue kizashi 2.4 cvt seit september ich habe noch kein kizashi gesehen auf dem straße und autobahn warum !!!

j.serieux
11.03.2012, 13:46Uhr

ich fahr seit september der neue kizashi 2,4 cvt. mir sind sehr zufrieden mit uns auto!!!
früh habe ich bmw 3 serie, bmw 5 serie under letzte rover 75, sehr zufriede schade des wird nicht mehr gebäude.

nichtdieMama
10.01.2012, 10:21Uhr

Tja...30.000 Euro wo kann da der Hacken sein ?

Vielleicht liegt es daran, das dieses Fahrzeug nicht von einem Deutscher Hersteller ist ! Dieser würde wahrscheinlich 35.000 und X.XXX mehr kosten.

Übrigends ein schickes und qualitativ hochwertiges Auto.

Dieselwiesel
05.01.2012, 20:55Uhr

Suzuki hat mit dem Kizashi ein schickes Auto im Programm. Der Innenraum macht einen ordentlichen Eindruck - die harten Kunststoffe (eine Plastik habe ich im Suzuki nicht gesehen?!) im unteren Cockpitbereich fallen kaum auf.
Leider gibt es, soweit ich weiß, noch keinen Autogas-Umrüstsatz. Ein Diesel würde mir aber auch zusagen. Weiter so!

sert
05.01.2012, 17:14Uhr

Ha und ich hab mich schon gewundert über die 3 Kizashi´s in Obertauern :D. Sieht echt schick aus und ist extrem selten. Habe vorher noch nie einen gesehen. In Österreich aber mit 35.400€ Basispreis und ohne Diesel aber auch verständlich.

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