Suzuki Snow Camp

Suzuki Snow Camp/ Präsentation Grand Vitara DDiS Suzuki Snow Camp/ Präsentation Grand Vitara DDiS

Suzuki Snow Camp

— 16.12.2005

Schnee, Eis und Diesel

Wer Großes leisten soll, darf hoch hinaus: Die Premiere des Suzuki Grand Vitara DDiS fand in den Alpen statt. Mission: Zeigen, was geht – mit und ohne ESP.

Premiere in 2000 Metern Höhe

Der Ort für ein "Snow Camp" könnte besser kaum gewählt sein: Kühtai, in knapp über 2000 Metern Höhe in den Österreichischen Alpen gelegen und schneesicher von November bis Mai. Suzuki will hier in der kalten klaren Luft bei Minus zehn Grad zeigen, was der Allradantrieb der Japaner kann. Und zwar nicht nur unter Bedingungen, wie sie im Flachland herrschen, sondern eben im tiefen Schnee des Hochgebirges, wie Axel Seegers, PR-Manager Suzuki Deutschland, zur Begrüßung sagt.

Eine gute Gelegenheit, gleich den Grand Vitara DDiS vorzustellen, der ab Januar 2006 mit dem neuen 1,9-Liter-Diesel und als erster Suzuki überhaupt mit serienmäßigem ESP bei den Händlern stehen wird. Für die Verhältnisse im hochalpinen Skiort Kühtai ist das kompakte SUV gut gerüstet: Der Allradantrieb mit zuschaltbarer Differentialsperre und Geländeuntersetzung nimmt den Schnee souverän unter die Räder und zeigt sich auch bei rutschigen Bergaufpassagen ziemlich unbeeindruckt.

Auch auf der "Dynamikfläche" im Slalom kann der Antrieb überzeugen. Allein die beim ESP-Einsatz verhärtende Lenkung ist gewöhnungsbedürftig. Da muß schon deutlich kräftiger am Volant gedreht werden, wenn man den Grand Vitara flüssig um die Pylonen zirkeln möchte. Zwar ist der elektronische Schleuderschutz abschaltbar, aber bei Geschwindigkeiten über 30 km/h wird das System sicherheitshalber wieder automatisch aktiviert.

Ab 2000 Touren schiebt der Diesel kräftig

Der Selbstzünder aus dem Renault-Regal, der unter anderem auch im Mégane eingesetzt wird, zeigt das bekannte Verhalten von Turbo-Dieseln: Knapp über Leerlaufdrehzahl passiert nicht viel, erst wenn bei 2000 Touren genug Druck aufgebaut ist, schiebt der Motor ordentlich nach vorne – dann allerdings bereits mit dem maximalen Drehmoment von 300 Newtonmetern. Schneefreie Verhältnisse vorausgesetzt, reichen die 129 PS für 170 km/h Spitze. Den Prestigesprint erledigt der Dreitürer in 12,8 Sekunden, beim Fünftürer sind es 0,4 Sekunden mehr.

Im Januar 2006 geht der Grand Vitara mit dem Diesel-Herz in den Handel. Die Preise liegen je nach Karosserievariante und Ausstattung zwischen 22.190 und 25.990 Euro. Neben dem ESP, das ab April 2006 auch die beiden Benzin-Varianten des Grand Vitara bekommen werden, ist serienmäßig ein Partikelfilter und natürlich der Allradantrieb mit an Bord. Der kommt in den Hochalpen so gut zurecht, daß er auch im tiefsten Winter des Flachlands problemlosen Vortrieb garantieren dürfte.

Der "König" des Suzuki Snow Camps war der Grand Vitara – genau wie die Snow-Sondermodelle des Ignis, Liana und Jimny, die ebenfalls ihr Können zeigen durften – trotzdem nicht. Er musste sich vom Rallye-Swift sozusagen die Show stehlen lassen. Auch wenn der giftige Sportler im Gruppe-N-Trimm natürlich außer Konkurrenz durch die Winterlandschaft pflügte, war es bemerkenswert zu sehen, was mit geringem Gewicht, einem drehfreudigen Benziner und allem voran Spike-Bereifung möglich ist. Schade eigentlich, daß man es auf öffentlich Straßen niemals so krachen lassen darf.

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