Suzuki Swift (2010): Fahrbericht

Suzuki Swift (2010): Fahrbericht

— 21.06.2010

Neuer Drift im Swift

Suzuki schickt den Swift in eine neue Runde. Obwohl man's ihm nicht ansieht, ist er ein komplett neues Auto. Das macht sich vor allem beim Antrieb bemerkbar: Der Swift wird sparsamer.

Nach knapp fünf Jahren hat Suzuki den Swift grundlegend renoviert. Premiere wird der Swift auf dem Pariser Salon 2010 in ein paar Wochen feiern, direkt danach soll er dann zu den Händlern rollen. Stets mit ESP und sieben Airbags an Bord, verbrauchsoptimierten Euro 5 Motoren (Benziner mit Start-Stopp-System) und drei Jahren Garantie. Doch was ist neu? Freundlicher dreinschauend, in allen Abmessungen etwas gewachsen, aber in Form und Format ganz der Alte bleibt sich der Swift treu. Mit sympathischem Lausbubgrinsen und britischem Akzent im Blech, so als hätte sich Mutti Suzi ein Schäferstündchen mit Sir Alec Issigonis gegönnt. Mit diesem Mini-Appeal hat es der Swift seit 2005 auf weltweit über 1,6 Millionen Verkäufe gebracht. Warum also großartig was ändern?

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Der Kofferraum bleibt wie gewohnt mini, die Ladekante ist nach wie vor hoch.

Trotzdem: Auch wenn wir es nicht sofort sehen, dieser Swift ist von Stoßstange zu Stoßstange komplett neu. Und das spürt man. Zum Beispiel innen. Cockpit und Bedienung modernisiert, die Sitze größer als bisher, das Platzangebot großzügiger. Fünf Zentimeter mehr Radstand (jetzt 2,43 Meter) bedeuten, dass Erwachsene nun auch hinten ihre Gräten in würdiger Haltung verstauen können. In der Länge wächst der Bonsai-Japaner um neun Zentimeter auf 3,85 Meter. Beim Kofferraum leistet sich der Swift nur ein kleines Fach (211 bis 902 Liter) mit unverschämt hoher und massiver Ladekante. Der erste Fahreindruck: Der Swift swingt, Lenkung, Schaltung, Komfortabstimmung – in all den Punkten hat der Japan-Mini zugelegt, ohne an Dynamik zu verlieren.

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Innen wirkt der Swift aufgeräumt, es regiert Hartplastik.

Völlig okay, aber kein Reißer, ist der neue, nur noch 1,2 Liter große Vierzylinder-Benziner mit jetzt 94 PS. Er soll nur noch fünf Liter verbrauchen und dreht recht beherzt hoch, ihm fehlt aber es spürbar an Durchzugskraft. Besser gefällt der harmonische 75 PS-Diesel, den Suzuki mit einem Verbrauch von 4,2 Litern in der Liste führt. Rechnen wir ab. Die Preise stehen zwar noch nicht fest, doch Suzuki lässt durchblicken, dass sie nur moderat erhöht werden. Also: Einstieg bei knapp 13.000 Euro. Unser Testwagen in Comfort-Ausstattung dürfte rund 15.000 Euro kosten, ein vergleichbarer VW Polo als Highline kostet etwa 1600 Euro mehr. Zusätzlich spendiert Suzuki leckere Extras (Klimaautomatik, Multifunktionslenkrad mit Tempomat, CD-Radio, USB-Anschluss), die bei VW noch mal richtig ins Geld gehen.

Autor: Tomas Hirschberger

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