Suzuki Swift Sport: Fahrbericht — 07.11.2011

Ungeahnte Ruhe

Suzuki schickt den Swift Sport in die nächste Runde. Aus dem einstigen Krawallo ist ein Alltagssportler geworden. Bei der ersten Ausfahrt zeigt sich, der Japaner ist ein gelungener Kompromiss.

Suzuki nimmt die Wünsche der Kunden ernst. Die liebten den ersten Swift Sport für seine knackige Abstimmung und die ordentlichen Fahrleistungen zum erschwinglichen Preis, hatten aber nach längeren Autobahnpassagen Ohrensausen. Denn der Japaner war laut. Wer im neuen Swift Sport Platz nimmt und den Starterknopf betätigt, bemerkt sofort den Unterschied: Selbst im Leerlauf ist der Neue leiser und wenn man sich durch die knackige Sechsgang-Box schaltet, überrascht die Geräuschkulisse mit ungeahnter Ruhe. Röhrte der Vorgänger bei schneller Fahrt dicht am Drehzahlbegrenzer noch wie ein brünftiger Hirsch, dreht der neue Sport-Swift im endlich verbauten sechsten Gang 1500 Touren niedriger und entsprechend dezenter. Das senkt auch den Verbrauch im Drittelmix um 0,6 auf 6,4 Liter im Schnitt.

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Ein Dachspoiler und der Doppelrohrauspuff prägen die Heckansicht des Japaners.

Doch der neue Swift Sport ist nicht nur leiser, sondern auch stärker als der Vorgänger. Der 1,6-Liter-Motor hat bei der Leistung von 125 auf 136 PS zugelegt. Auch das Drehmoment fällt mit 160 zu 148 Newtonmetern höher aus. Das reicht für den Spurt auf 100 km/h in 8,7 Sekunden und 195 km/h Spitze. Das Fahrwerk ist im Vergleich zum Vorgänger weniger straff und vor allem bei kurzen Bodenwellen weniger ruppig, bietet aber dennoch fast die Agilität eines Mini. Eine eigens für den Swift Sport entwickelte Hinterradaufhängung bringt dem Flitzer eine hohe Kurvenstabilität und ein flotteres und stabileres Handling. Ein ordentlicher Kompromiss für den Alltag, den die Passagiere bisher vermissten. Ebenfalls neu: Das Lenkrad lässt sich in Länge und Höhe justieren und auch die Kopfstützen der Sportsitze, die vorher im Gestühl integriert waren, können jetzt an die Größe der Frontpassagiere angepasst werden.

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Lenkradtasten für Radio und Tempomat und die Klimaautomatik sind Serie im Swift Sport.

Der Swift Sport steht auch für kernige Optik – und da sattelt der neue Sport-Swift weniger drauf als der Vorgänger. Trotzdem: Ein großer Grill und eine neue Frontschürze, leicht ausgestellte Radhäuser und ein Dachspoiler sollen die dynamische Potenz ebenso sichtbar machen wie der Doppelrohrauspuff. Rot abgesetzte Ziernähte an Sitzen, Lenkrad und Schaltknauf werten das Interieur auf und bilden einen Kontrast zu den silberfarbenen Dekorelementen am Armaturenbrett. Lederlenkrad, Klimaautomatik, Tempomat, CD-Radio mit USB-Anschluss und Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie Lenkradfernbedienung gehören ebenso zur Serienausstattung wie Xenon-Frontscheinwerfer mit Lichtsensor, Nebelleuchten oder 17-Zoll-Alus. 18.490 Euro ruft Suzuki ab dem 14. Januar 2012 für den Swift Sport auf, das sind 790 Euro mehr als beim Vorgänger. Angesichts der Mehrausstattung plus mehr Leistung geht das in Ordnung. Es gibt in dieser Klasse wesentlich stärkere Kleinwagen im Sportdress (VW Polo GTI ab 22.825 Euro, 180 PS oder Mini Cooper S ab 23.650 Euro, 184 PS), aber die spielen auch preislich in einer anderen Liga und lassen sich Extras wie Metallic-Lack oder Xenon-Licht zusätzlich bezahlen.

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Kommentare zum Artikel (6)

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hugo
08.11.2011, 07:26Uhr

Turbo ist ja schön und gut und beim Drehmoment im "Keller" sicher besser.
Dann muß man den guten Sauger halt drehen -wie früher- macht auch Spaß.
Die Langzeithaltbarkeit sehe ich bei Suzuki insgesamt eher entspannter als bei den "downgesiszten" Motoren.
In jedem Fal bei Preis/Leistung wie auch beim 1.2 Comfort unschlagbar.

David1989
08.11.2011, 01:12Uhr

@velocity: Von der Ausstattung her gebe ich dir recht, dass der Suzuki in einer ähnlichen preislichen Liga spielt wie ein Citroen DS3 oder Colt Ralliart und die anderen von dir genannten Autos.
Allerdings bezweifle ich, dass der Swift im Antritt und in der Agilität es mit einem DS3, Ibiza FR oder Colt Ralliart aufnehmen kann, da diese Autos ja nicht nur stärker sind, sondern auch einen Turbolader besitzen und somit auch mehr Newtonmeter auf die Straße bringen.
Aber um den Preis gibt es selten ein so gut ausgewogenes Auto mit sportlichen Ambitionen und Alltagstauglichkeit.

velocity
08.11.2011, 00:27Uhr

@Kroko
Stimmt, ist aber nichts Neues. Obwohl da ja eigentlich bei Suzuki auch irgendwie VW-mäßig blumig sein müsste. Na ja, wird wohl die "Streitereien" zw. den beiden nicht so funktionieren.

Die angegeben Fzg. sind ohnehin die falschen, eher kommen da folgende in Frage:
207 VTi/THP - 120/156PS
C3 VTi - 120PS
Clio GT - 128PS
Colt Ralliart - 150PS
DS3 VTi/THP – 120/156PS
Fiesta Sport+ - 134PS
Ibiza FR - 150PS
Punto - 135PS

Und selbst da liegt der Swift ausstattungsbereinigt noch gut.

Krokodil
07.11.2011, 19:02Uhr

Da spart der Herr Redakteur mal wieder mit Infos zur sonst so hochgelobten Konkurrenz und enthält dem Leser vor, dass neben Xenon und Metalliclack in WOB auch USB-Anschluss, Klima, Tempomat, Multitfunktions-Lederlenkrad, 17 Zoll-Schlappen und Nebelscheinwerfer extra kosten. Macht neben 1310 € zur Basis dann noch mal zusätzlich 1170 €. Mehr als 25.000 €, "geht doch in Ordnung", oder?

Lacoste
07.11.2011, 17:36Uhr

Preis/Leistung stimmt bei dem Fahrzeug auf alle Fälle. Ein Freund hat den Swift zum 18. bekommen. Durfte also selbst schon mal drin sitzen und mich als Beifahrer ein bisschen umsehen. Für das was er gekostet hat auf jedenfall voll in Ordnung. Gerade für junge Leute ziemlich ansprechend.

@Vogel: Dein Kommentar zeigt doch schon, dass du für den Rest deines Lebens in dieser Preisklasse fahren MUSST. Hetero oder nicht...In der Grundschule stecken geblieben?

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