Suzuki Swift von Christoph Cherier

Suzuki Swift von Christoph Cherier Suzuki Swift von Christoph Cherier

Suzuki Swift von Christoph Cherier

— 14.12.2005

Grüne Welle

Dieser Swift schlägt ganz schön hohe Wellen in der Tuning-Szene! Gründe dafür dürften seine Seltenheit und sein extremes Outfit sein.

Keine Kohle? Selbst ist der Tuner

Wer meint, daß dieser kompakte Kleinwagen mit seinen breiten Reifen nicht spritzig unterwegs sein kann, der irrt! Aufgrund des geringen Eigengewichts und des neuen, überarbeiteten, 101 PS starken GTI-Motors zeigt dieser Suzuki Swift seinen Gegnern an der Ampel schon mal, wie schön seine Hella LED-Spots von hinten aussehen können. Um das Gewicht noch weiter zu reduzieren, flog die Rückbank raus. Dafür zog ein Wiechers-Überrollbügel mit Kreuz ein. Dazwischen wummern die Bässe aus dem 32er Subwoofer.

Der Swift ist das erste Auto des Sachsen Christoph Cherier. Damals als Fahranfänger sollte es noch günstig sein, denn der Vater ahnte schon, daß der Wagen bald mit der ersten Beule nach Hause kommen würde. Ein böses Omen, wie sich bald herausstellen sollte. Gleich nach 14 Tagen war der Swift ein wirtschaftlicher Totalschaden. Da das Geld für eine teure Reparatur nicht locker saß, wurde selbst Hand ans Blech angelegt. Im Zuge dessen kam auch gleich der erste geschweißte böse Blick an die Motorhaube.

Und weil das gar nicht so schlecht aussah, entschied sich der Leipziger mit Seitenschwellern, Cup-Diffusor vom Golf III und einigen weiteren Zutaten das Tuning am Swift weiterzutreiben. Als dann irgendwann auch noch der Führerschein einen dreimonatigen Urlaub in Flensburg machte, war genügend Zeit für die erste "Totalsprengung" und einen brachialen Neuaufbau.

Anpassung an potente Kotflügelbacken

Der alte 70-PS-Motor flog raus und wurde, wie anfangs schon erwähnt, durch ein GTI-Aggregat ersetzt. Natürlich nicht, ohne ihm noch etwas auf die Sprünge zu helfen. Der Zylinderkopf wurde geplant, die Kanäle wurden poliert, ein Fächerkrümmer und ein offener Luftfilter verbaut. Für die bessere Optik wurden das Gehäuse und alle Teile neu lackiert oder poliert. Den Motorraum cleante man in guter alter Manier.

Genau dasselbe fand auch an der Karosserie statt. Alle Sicken und Löcher verschwanden. Als Türgriffe sollten die des Audi A3 herhalten und die Lambo-Doors schmücken. Allerdings ohne Griffe. An die Motorhaube wurde ein böser Blick über die A3-Facelift-Xenon-Scheinwerfer gezogen und ein Lufteinlaß in die Mitte der Haube geschnitten. Erstaunlich, wie gut die Scheinwerfer in die Optik des Swift passen.

Tiefergelegt wurde dieser mit gelben Koni-Dämpfern und gepreßten H&R-Federn. Damit der Wagen noch tiefer wirkt, wurde ein Body-Kit von Fibersports verbaut. Allerdings wurde es vorher abgeändert. Zum Beispiel wurden hinten die äußeren Öffnungen mit GfK geschlossen und rundherum die Seiten den potenten Kotflügelbacken angepaßt.

Diese entnahm man dem Ersatzteilprogramm vom Golf II für hinten und Golf I für vorn. So war es auch kein Problem, die 9x16 Zoll großen Keskin KT3-Räder unterzubringen. Vorn wurden sogar 25 und hinten 50 Millimeter breite Distanzscheiben pro Seite verwendet. Die Seitenschweller wurden dann an die Karosserie anlaminiert.

Rückleuchten blieben auf der Strecke

Nach der Front gab es die auffälligste Änderung am Heck. Die Klappe wurde gecleant und verlängert. Dabei blieben die Rückleuchten auf der Strecke, wurden aber durch LED-Spots ersetzt und schauen nun durch jeweils vier runde Öffnungen in der Klappe. Aus der Stoßstange lugt der FK-Endtopf in Motorrad-Optik hervor und sieht mächtig groß am Swift aus. Auf dem Dach sitzt der umgebaute Flügel eines Civic. Im Winter will sich Christoph ausschließlich dem Innenraum widmen, damit der Suzuki 2006 noch größere Wellen schlagen kann.

Autor: Sebastian Schulz

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