Suzuki Vitara Sitzprobe: Paris 2014

Sitzprobe Suzuki Vitara: Paris 2014 Sitzprobe Suzuki Vitara: Paris 2014 Sitzprobe Suzuki Vitara: Paris 2014

Suzuki Vitara Sitzprobe: Paris 2014

— 03.10.2014

Der SUVuki kann richtig zupacken!

Suzuki macht den Möchtegern-SÜVchen Konkurrenz und schickt den Vitara mit Allradantrieb ins Rennen. Was der kernige Kompakte alles kann? Sitzprobe!

Klappe auf, ordentlich Platz drin. Ein doppelter Boden verspricht große Flexibilität.

Suzuki lässt den neuen Vitara zulangen. Mit dem optionalen Allradantrieb All-Grip soll sich das SÜVchen deutlich von der Konkurrenz wie Peugeot 2008 oder Renault Captur abgrenzen. Damit ist der Vitara ganz klar im B-Segment positioniert. Mit 4,18 Meter ist er 12 Zentimeter kürzer als der SX4, 30 Zentimeter kleiner als der Grand Vitara. Neben der Funktionalität kommt auch der Lifestyle nicht zu kurz. Neben 15 Wagenfarben kann sich der Käufer auch Details aussuchen, zum Beispiel ob der Kühlergrill oder die Finnen in den vorderen Kotflügeln weiß oder schwarz sein sollen. Eine abfallende Dachlinie, Plastikbeplankung an den Schwellern und Radhäusern, sowie ein angedeuteter Unterfahrschutz gehören mittlerweile zum Standard bei den kleinen SUVs. Sie fehlen auch beim Vitara nicht. Zum Marktstart im Frühjahr 2015 wird es zwei Ausstattungsvarianten geben: Urban für den schicken Suzuki mit Chrom und Bling-Bling sowie Rugged für den kernigen Auftritt mit Offroad-Optik.

Tops und Flops in Paris 2014

Suzuki ruht sich nicht darauf aus, den Fahrer lediglich auf einem erhöhten Sitz zu platzieren. Das Gestühl ist angenehm gepolstert und die Sitzposition lässt sich in Kombination mit dem in Höhe und Tiefe verstellbaren Lenkrad optimal einstellen. Zudem ist die Qualitätsanmutung des griffigen Lederlenkrads und der Sitzpolster gut. Allerdings ist das Cockpit des Vitara noch nicht 100 Prozent ausgereift: Die Hartplastik-Abdeckung des Armaturenbretts wird es in Serie zum Glück nicht geben. Der Rest macht einen soliden Eindruck. Letztlich kann auch hier der Kunde bis zu einem gewissen Maß entscheiden, wie das Cockpit aussehen soll. Die Umrandung der Instrumententafel gibt es genau wie die Ringe der Lüftungsdüsen in vier verschiedenen Farben, und die analoge Uhr kann in Carbon oder "Kanji" geordert werden.

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Der Vitara macht das Einbinden eines Smartphones zum Kinderspiel.

Erstmals ist ein 7-Zoll-Touchscreen mit Smartphone-Anbindung verbaut. Das System ist intuitiv gegliedert und im Handumdrehen zu verstehen. Die Lautstärke des Multimedia-Systems lässt sich rechts im Bildschirm regeln. USB- und 12-Volt-Buchse in der Mittelkonsole sorgen für die Stromversorgung. Wer sich für das Panoramadach mit einer wohl ein Quadratmeter großen Glasfläche entscheidet, muss im Fond auf gut drei Zentimeter Kopffreiheit verzichten. So viel Platz braucht die Technik zum Öffnen eines Spalts von bis zu 56 Zentimetern Breite. Mit einer Körpergröße von 1,86 Metern wird es dann nach oben eng in der zweiten Reihe. Deutlich mehr Luft bleibt in der ebenfalls getesteten Variante ohne XXL-Schiebedach. Der Kofferraum ist praktisch mit seiner doppelten Ablagefläche: Entweder kann man Taschen unter dem doppeltem Boden verstecken oder die Auflagefläche eine Etage tiefer verstauen, um mehr Stauraum zu gewinnen, Dann passen laut Suzuki 350 Liter hinten in den Vitara rein. Wird die 60:40 teilbare Rückenlehne im Fond umgelegt, sollen es bis zu 1120 Liter sein.

Suzuki Vitara: Preise

Radarsensoren helfen beim Abstandhalten im Kolonnenverkehr.

Ein cleveres Sicherheits-Feature gibt es mit dem radarbasierten Abstandsregler, der über eine Taste rechts im Multifunktionslenkrad aktiviert werden kann. Damit soll der Vitara bestimmte Abstände zum Vordermann bei Tempomat-Fahrt einhalten können. Vier Fahrmodi (Auto, Lock, Sport und Snow) regeln neben dem Ansprechverhalten des Motors die Kraftverteilung des Allradantriebs. Im Sportmodus können bis zu 40 Prozent der Kraft die Hinterachse antreiben. Bei Lock wird die Hinterachse bis zu 60 km/h gesperrt. Also sollte der Vitara theoretisch seiner Konkurrenz auf der Straße und im Gelände ordentlich zusetzen. Ob er es auch tatsächlich tut, darüber können wir erst Ende 2014 mehr sagen.
Robin Hornig

Fazit

Der kompakte Japaner mag durch seine knallblaue Messelackierung zuerst wie ein typisches Lifestyle SÜVchen wirken. Nach der ersten Sitzprobe ist allerdings klar, der Vitara kann mehr und hat das Zeug zu einem richtig kernigen Burschen, der auch mal ordentlich zupacken kann. Bleibt zu hoffen, dass er inklusive All-Grip unter 20.000 Euro kostet.

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