Tacho-Trickser

Tacho-Trickser

— 25.04.2005

Strafe für den schnellen Dreh

Wer am Tacho seines Auto manipuliert, muß bald mit Geld- oder Gefängnisstrafe rechnen.

Die Geschichte von Tacho-Justierern wurde oft erzählt – als warnendes Beispiel, wie schnell und einfach sich ein digitaler Auto-Tacho manipulieren läßt. Denn ein paar tausend Kilometer weniger auf der Uhr bedeuten meist ein paar Tausender mehr beim Verkauf. Bereits heute soll nach Prüfungen des ADAC jede dritte Kilometerangabe nicht mehr der echten Laufleistung entsprechen – ein Millionenbetrug.

Dem wollen Verkehrsminister Manfred Stolpe und Justizministerin Brigitte Zypries einen Riegel vorschieben – bildlich gesprochen, denn technisch verhindern können das die beiden Bundespolitiker natürlich nicht. Aber: Durch eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes sollen heimliche Tacho-Veränderungen unter Strafe gestellt werden. Gefängnis bis zu einem Jahr oder eine saftige Geldstrafe sollen bei einer Verurteilung fällig werden. Mit dem Gesetz würden Käufer von Gebrauchtwagen besser vor Betrug geschützt, sagte Zypries: "Der Kilometerstand ist schließlich ein ganz wesentlicher Punkt bei der Kaufentscheidung."

Der ADAC nannte die Gesetzesinitiative einen Erfolg für den Verbraucherschutz. Damit werde auch verboten, Computerprogramme herzustellen, die zur Verfälschung von Messdaten dienen. Auch der Werbung der "Tachojustierer" in Zeitungen und im Internet werde so der Boden entzogen, da das Angebot einer rechtswidrigen Dienstleistung gleichermaßen unzulässig sei.

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