Tagebuch "2000 km durch Deutschland"

Tagebuch "2000 km durch Deutschland" Tagebuch "2000 km durch Deutschland"

Tagebuch "2000 km durch Deutschland"

— 19.07.2002

19.07.: Teil eins wäre geschafft

Von Hannover nach Oldenburg. Und von dort durch die Nacht zurück nach Oldenburg. Teil eins des Zwei-Etappen-Tages.

Als erster Wagen durchs Ziel

9.30 Uhr Wie war das nochmal mit den Überbringern schlechter Nachrichten? Wurden die nicht im alten Griechenland geköpft? Oder war es Persien? Egal. Hier und heute sind wir nicht im Morgenland, sondern in Hannover. Genauer vor dem Rathaus, dem Start unserer heutigen Zwei-Etappen-Tour bis und nach Oldenburg. Der Mann mit der schlechten Nachricht ist mein Teamkollege Enrico. "Ich hab eine Hiobsbotschaft", sagt er und schaut dafür ganz schön lässig. Der Mann hat Nerven wie Draht. Oder einfach den technischen Durchblick. Unser Bremskopfzylinder ist kaputt. Ersatz gibt es nicht. Enrico hat zwar einen Dichtungssatz auftreiben können, aber nicht das Werkzeug, um den Zylinder zu reparieren. Mist auch. "Das bedeutet aber nicht das technische K.o.", tröstet er mich. Wäre auch Schade. Haben wir uns doch heute auf Platz 69 der Tageswertung vorgekämpft. Langsam aber sicher peilen wir die Top 50 an. Ich sag's ja, wir fahren nach vorne in der Wertung.

10.25 Uhr Puh. Jetzt bin ich wach. Das Quietschen der Reifen geht bis in die Haarspitzen. Enrico hat gerade eine Vollbremsung hingelegt. Mitten in Luthe, einem Örchen bei Steinhude. Ein Audi 80 hat ihn bei Kilometer 21 unserer Tagesetappe in die Bremsen gezwungen. "Siehste, funktioniert doch", kommentiert er gelassen sein Manöver. Der BMW hat stur die Spur gehalten. "Wir können weiterfahren", sagt er.

12 Uhr Kilometer 102. Wir sind in Sulingen. Mittagspause machen. Aber wo ist der Mann mit dem Stempel? Die Durchfahrtskontrolle an der Aral-Tankstelle wird gerade erst aufgebaut, als wir bereits ins Ziel rollen. Das gibt’s doch nicht, wir sind als erster Wagen da. "Ihr habt doch bestimmt abgekürzt", sagt Organisator Peter Borsch. "Nee, nee. Indianerehrenwort", schwöre ich. Erstmal essen, trinken, dann weiterfahren nach Oldenburg.

14.10 Uhr Enrico nebelt unseren Motorraum mit Kontaktspray ein, damit die Elektrik hält. Scheint zu funktionieren, der 02 brummt zufrieden. Dann mal los. Bis Oldenburg sind es von Sulingen noch 80 Kilometer. Fahrerwechsel. Ich darf ans Steuer.

2128 Kilometer haben wir schon

15 Uhr Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Und erst Recht nicht unseren BMW. Der Kleine hat mal wieder Schluckauf, lässt uns an jeder zweiten Ampel ab Wildeshausen im Stich und säuft einfach ab. Hat der Verteiler wieder Wasser geschluckt?

16 Uhr Wir sind in Oldenburg. Endlich. 2128 Kilometer sind wir bei dieser Rallye schon gefahren. Enrico beugt sich mal wieder unter die Haube unseres 02, prüft den Verteiler. "Alles o.k.", sagt er. "Der Wagen ist fit für die Nachtetappe". Schwer zu glauben, aber er ist der Profi. Ab 19 Uhr werden wir es wissen. Dann brechen wir auf in die Dunkelheit. "Alles wird gut", sagt Enrico. Ich hoffe, er hat Recht.

Das Tagesprogramm

Das liegt noch an

Die Strecken im Überblick www.2000kmdurchdeutschland.de

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