Tanktourismus

Tanktourismus

— 08.09.2005

Spielregeln beachten

Die hohen Spritpreise dürften den Tanktourismus weiter ankurbeln. Dabei ist Vorsicht geboten, sonst wird es richtig teuer.

Der Spritpreis in Deutschland hat nie gekannte Höhen erreicht. Experten gehen davon aus, daß er noch weiter steigen wird. Was liegt da mancherorten näher, als ein Abstecher ins benachbarte Ausland, wo es pro Tankfüllung diverse Euro zu sparen gibt? Doch Vorsicht: Wer sich den Sprit bei unseren europäischen Nachbarn besorgt, muß sich an ein paar Spielregeln halten, sonst drohen Nachzahlungen und Geldbußen.

Ein Kofferraum voller befüllter Reservekanister ist in Deutschland nicht erlaubt. Hier muß die außerhalb des Kraftstofftanks mitgeführte Menge eindeutig als "Reservemenge" zu erkennen sein – und das sind maximal 20 Liter. In Österreich dürfen wie in allen Nicht-EU-Ländern nur zehn Liter zusätzlich an Bord sein, in Luxemburg ist das Mitführen von Kanistern grundsätzlich verboten. Wer einen Benziner fährt, aber mit Diesel im Reservekanister erwischt wird, dem droht Ungemach vom Zoll: Der wertet die Tanktour dann nämlich als gewerbliche Fahrt und kassiert. Auch aus Nicht-EU-Ländern eingeführter Kraftstoff muß ordnungsgemäß verzollt werden.

Außerdem sollte auf ein geeignetes Behältnis geachtet werden. Der Reservekanister muß der DIN-Norm 7274 oder 16904 entsprechen, also fest verschließbar, dicht und bruchsicher sein, damit die gesundheitsschädlichen Benzindämpfe nicht entweichen können. Die Sicherung der Treibstoffladung gegen Umfallen und Verrutschen sollte selbstverständlich sein.

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