Tarifeinigung Volkswagen/IG Metall

Tarifeinigung Volkswagen/IG Metall

— 24.09.2002

Mehr Geld für VW-Beschäftigte

Die VW-Beschäftigten erhalten in zwei Stufen 3,1 und 2,6 Prozent höhere Einkommen – plus fünf Zuschläge über insgesamt 880 Euro.

Mit einer schnellen Einigung haben IG Metall und die Volkswagen AG einen langen Streit um mehr Geld für die 105.000 Beschäftigten in Westdeutschland verhindert. Beide Seiten verständigten sich bereits in der dritten Runde darauf, den Abschluss der Metallindustrie für den Autobauer leicht abgewandelt zu übernehmen.

So erhalten die VW-Beschäftigten wie ihre Branchenkollegen in zwei Stufen 3,1 und 2,6 Prozent höhere Einkommen, mit Datum zum 1. Februar 2003 und zum 1. Februar 2004 allerdings deutlich später als ihre Kollegen. Vorgeschaltet sind vier Pauschalzahlungen von je 120 Euro. Außerdem wurde eine Bonuszahlung von 400 Euro im Mai 2004 vereinbart. Der Vertrag läuft 24 Monate bis zum 30. September 2004.

"Das Volumen entspricht dem der Metallindustrie, allerdings mit anderen Bestandteilen. Ich glaube, das ist ein gutes Ergebnis. Es fließt richtig Geld", sagte IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine. Die beiden Null-Monate der Metallindustrie seien vermieden worden, die einheitlichen Einmalbeträge dafür eine "besondere soziale Komponente". Außerdem sollen die noch nicht völlig angeglichenen Entlohnungsbedingungen von Arbeitern und Angestellten wie in der Metallindustrie endgültig zusammengeführt werden.

Josef-Fidelis Senn, sein Gegenüber auf VW-Seite, sagte, der Abschluss berücksichtige den gesamtwirtschaftlichen Rahmen und spezifische Erfordernissen des Unternehmens gleichermaßen. "Wir haben an den verschiedenen Rädern etwas gedreht, zum Beispiel an der längeren Laufzeit. Das bietet uns eine gewisse Entlastung. Aber wir mussten einsehen, dass die Zahlen des Metallabschlusses für die Gewerkschaft wichtig waren." Eine Gefährdung der Beschäftigung durch den Abschluss könne er nicht erkennen.

Der Metalltarifabschluss des Frühsommers sieht in zwei Stufen 4,0 Prozent von Juni 2002 an und 3,1 Prozent ab Juni 2003 vor. Ohne Bestandteile für die Angleichung der Bezahlung von Arbeitern und Angestellten (ERA) bleiben an Entgelterhöhung 3,1 Prozent von Juni 2002 und 2,6 Prozent von Juni 2003 an.

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